Kreditrevision

Revision ist die deutsche Formulierung der beiden lateinischen Wörter re und videre. Übersetzt heißen sie zurück sowie ansehen. Es geht bei einer Revision also um eine Rückschau auf das in der Vergangenheit Geschehene. Und eine Kreditrevision ist ein kritisches Feedback auf das vergangene Kreditengagement des betreffenden Kreditinstituts.

Die Kreditrevision wird von den Revisoren ausgeführt. Es sind Fachleute, die für derartige Revisionstätigkeiten besonders ausgebildet sind. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird in die interne sowie in die externe Kreditrevision unterschieden. Zur so genannten ‚Internen‘ gehören Mitarbeiter des Kreditinstituts, die jedoch nicht der Abteilung angehören, in der sie eingesetzt werden. Vielfach gibt es eine eigene Revisionsabteilung, die dem Vorstand direkt unterstellt ist. Externe Revisoren sind größere und kleinere Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die auf Honorar- oder Vertragsbasis tätig werden.

Unterschieden wird in planmäßige und Sonderrevisionen. Planmäßig bedeutet in regelmäßigen Zeitabständen, so dass sich die Betroffenen darauf einstellen können. Sonderrevisionen werden unangemeldet und überraschend durchgeführt. Sie sind oft der Auftakt zu unliebsamen Erkenntnissen, ganz unabhängig davon, ob es sich um eine innere oder eine um externe Kreditrevision handelt.

Gegenstand einer Kreditrevision sind nicht nur Sach- und Fach-, sondern auch Ermessensprüfungen bei Kreditentscheidungen. Fehler können hier der Ermessenmangel oder der Ermessenmissbrauch sein. Dabei werden einzelne Vorgänge geprüft, das gesamte Kreditengagement eines einzelnen Sachbearbeiters, oder das einer ganzen Abteilung. Der Auftrag ist klar definiert, was wie von den Revisoren näher und kritisch unter die Lupe genommen wird. Am Ende steht ein Kreditrevisionsbericht. Er wird von den Beteiligten unterzeichnet und in der Regel auch den Betroffenen, also den Geprüften zur Kenntnis gegeben.

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Kreditmarktplatz

In den letzten Jahren hat sich ein neuer Trend bei der Vergabe von Krediten und Darlehen entwickelt. Die Angebote werden nicht mehr nur von den Banken und Versicherungen erstellt, sondern man kann sich auch mit Krediten und Darlehen von Privatmenschen versorgen. Auf einem sogenannten Kreditmarktplatz kommen die Interessenten für einen Kredit und die privaten Kreditgeber zusammen.

Ein Kreditmarktplatz findet sich meistens im Internet. In den Foren und Portalen können die privaten Geldgeber aus den Gesuchen der unterschiedlichen Menschen Projekte aussuchen, die sie gerne finanzieren würden. Dabei fungiert die Plattform selbst als kontrollierende Instanz. Wenn Person A ein Gesuch für ein Darlehen über 1000 Euro einstellt, muss sie angeben wofür das Geld benötigt wird. Die Person kann unterschiedliche Zertifikate erwerben um die eigene Bonität und Zahlungsmoral zu unterstreichen. Wenn nun ein potenzieller Geldgeber auf der Gesuch kommt, werden ihm diese ganzen Informationen angezeigt und kann nun entscheiden, ob er hier Geld investieren möchte. Dabei muss ein Kreditgeber nicht zwingend die gesamte Summe zur Verfügung stellen. Er kann auch einen Teilbetrag zahlen. Das Gesuch bleibt solange offen, bis die komplette Finanzierung abgedeckt ist. In Österreich gab es nur kurzfristig so einen Versuch. Dieser Versuch wurde auf Grund der Rechtswidrigkeit durch die FMA innerhalb kürzester Zeit wieder eingestellt. In Deutschland gibt es einige Kreditmarktplätze, jedoch haben die Banken noch immer einen beträchtlichen Anteil an der Kreditvergabe und so ein Kreditmarktplatz ist aktuell nur eine Nische bei der Vergabe von neuen Krediten, wenn auch die Idee eine gute und wohl sehr spannende ist.

Als Kreditnehmer sollte man nur darauf achten, dass die Zinsen für solche Angebote meistens deutlich höher liegen als bei der eigenen Bank. Allerdings können besonders Kunden mit einer schwachen Bonität oder einem schlechten Trust Rating bei der eigenen Bank auf diese Weise an einen Kredit kommen. Die Summe wird dann, wie bei anderen Krediten auch, in monatlichen Teilbeträgen abbezahlt bis alle Kreditgeber ihre Investition wieder zurück bekommen haben. Als Österreicher hat man aktuell aber leider noch keine Chance an so einem Kreditmarktplatz teilzunehmen, weil es eben in Österreich noch keinen Marktplatz gibt, welcher auch rechtskonform läuft.

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Kreditkonsolidierung

Die Kreditkonsolidierung ist eine Umwandlung mehrerer kurzfristiger Verbindlichkeiten in eine zusammengefasste mittel- oder langfristige Darlehensschuld. Und, mit einer Kreditkonsolidierung wird auch die Vereinheitlichung der unterschiedlichen Kreditkonditionen erreicht.

Es kommt vielfach vor, dass es nicht bei einem Kredit bleibt. Im Laufe der Zeit sammeln sich mehrere Kleinkredite an, aus unterschiedlichen Gründen, von mehreren Kreditgebern und zu ganz verschiedenen Konditionen. Sei es bei der Zinshöhe, bei der Laufzeit oder bei den Zahlungsterminen. Es kann im Alltag schwierig bis hin zu unmöglich werden, mehrere Kredite zu koordinieren, zu überwachen und zu den monatlichen Zahlungsterminen auch immer die nötige Kontodeckung zu haben.

Spätestens jetzt wird eine Kreditkonsolidierung notwendig. Das heißt, aus allen vorhandenen Krediten wird ein einziger neuer Kredit. Dazu bedarf es einer längeren Vorbereitungszeit, denn es muss ein Kreditinstitut gefunden werden, das diese Kreditkonsolidierung mitträgt. Das kann einer der momentanen Kreditgeber sein. In der Regel wird eine solche Kreditkonsolidierung aber nur mit einer neuen Bank oder Sparkasse möglich. Damit verbunden ist dann auch meistens der Wechsel des Girokontos, so dass der neue Kreditgeber einziger und alleiniger Ansprechpartner in allen Bankangelegenheiten wird.

Eine solche Kreditkonsolidierung bringt fast ausschließlich Vorteile mit sich. Es gibt nur einen einzigen Kredit, einen Kreditvertrag, eine monatliche Kreditzahlung. Da der neue Kredit im Gegensatz zu den bisherigen meistens länger läuft, sind die monatlichen Zins- und Tilgungszahlungen normalerweise niedriger als die bisherige Summe aller Kreditzahlungen. Keinesfalls aber höher.

Und der Schufa-Eintrag wirkt auch positiver, wenn anstelle mehrerer Kleinkredite von verschiedenen Kreditinstituten ein einziger Kredit eingetragen ist.

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Kreditgeschäft

Das Geschäft mit den Darlehen und Krediten bei Banken und Finanzinstituten ist wohl der wichtigste Aspekt in dieser Branche. Die Banken haben den Auftrag, kleine Unternehmen und Privatleute mit entsprechenden Darlehen zu versorgen und auf diese Weise einen Beitrag zur Konjunktur zu leisten. Das Kreditgeschäft ist daher ein wichtiger Aspekt der gesamtwirtschaftlichen Leistung. In den letzten Jahren gab es hier aber immer wieder Probleme.

Das Kreditgeschäft ist ein Schlagwort für alle Tätigkeiten der Banken und Finanzinstitute, bei denen Darlehen und Kredit vergeben werden. Hierbei kommt es auf die richtigen Zinsen, die Laufzeiten und verschiedene andere Dinge an um wirklich effektiv arbeiten zu können. Die Banken und Institute dürfen bei dem Kreditgeschäft bei ihren Kunden nicht unterscheiden. Sie haben zwar die Möglichkeit, durch Einschränkungen bei der Bonität und der Verbindung von Sicherheiten die eigenen Kredit abzusichern, die generelle Aufgabe im Kreditgeschäft ist aber die Vergabe von Darlehen und Krediten an alle. Durch die Bankenkrise in den vergangenen Jahren hat sich das Geschäft allerdings radikal verändert. Heute sind Sicherheiten noch wichtiger und die Banken sind bemüht, Kredite wirklich nur noch an Personen zu vergeben, bei denen eine Wahrscheinlichkeit für Rückzahlung hoch ist.

Wenn man sich also auf ein Kreditgeschäft mit einer Bank einlässt, muss man in jedem Fall die unterschiedlichen Faktoren beachten, die bei einer Bank zur Bewertung von Kunden herhalten. Der persönliche Trust, also das Level in denen Banken ihren Kunden vertrauen und die persönliche Bonität sind wichtige Eckpunkte für eine erfolgreiche Umsetzung der Bedingungen im Kreditgeschäft mit den Banken und Instituten.

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Kommunalkredit

Zum Begriff Kommunalkredit: Dieser umfasst sämtliche Forderungen an Körperschaften und Anstalten öffentlichen Rechts, nicht abhängig davon, ob Schuldverschreibungen zur Deckung ausgegeben wurden oder auch nicht. Zum größten Teil werden sie zur Finanzierbarkeit von Infrastruktureinrichtungen, in den Gebieten Verkehr, Gesundheit, Kultur,… etwa, benötigt. Darlehensgeber können sämtliche Kreditinstitute sein, doch werden Kommunalkredite vorwiegend von Kreditinstituten öffentlich-rechtlicher Natur vergeben. Kreditnehmer sind Bund, Länder, Gemeinden und Rundfunkanstalten wie Spitäler.
Zur Bonität: Die Kommunalkredite werden in der Regel ohne besondere Sicherheiten gewährt. Vor der Vergabe der Kommunalkredite werden nur die Zahlungskräftigkeit anhand von Haushaltsplänen und die Schulden resutlierend aus bereits bestehenden Verträgen überprüft. Für Kredite dieser Art haften die Darlehensnehmer mit der gesamten Summe ihres Vermögens sowie dem Aufkommen an Steuern. Ein Insolvenzverfahren ist nicht möglich.
Arten der Kommunalkredite: Es gibt kurzfristige Kommunalkredite, die eine Laufzeit von unter einem Jahr aufweisen und mittelfristige, für die eine Laufzeit vorgesehen ist, die bei einem Jahr beginnt und bei vier Jahren endet, sowie langfristige mit Laufzeiten von vier Jahren aufwärts. Nach dem Verwendungszweck wird unterscheiden zwischen Kassenkrediten, die als Kontokorrentkredite vergeben werden und Investitionskrediten, die in Form von Schuldscheindarlehen möglich sind.
Zur Begrenzung: Das größtmögliche Kreditvolumen lässt sich entsprechend der in Gemeindeordnungen, in Gesetzen von Bund und Ländern inkludierten Vorschriften über die Haushaltsordnung herauslesen. Kommunalkredite sind nur zum Decken eines unabweisbaren Bedarfs aufzunehmen.
Unterscheidung vom unechten Kommunalkredit: Der Kredit, der durch öffentlich-rechtliche Körperschaften an Private verbürgt wird, hat im Wohnbau und bei Unternehmensansiedlungen Bedeutung.

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Annuitätenzuschuss

Der Bau oder Kauf eines Eigenheimes wird in Österreich durch die Wohnbauförderung unterstützt. Da diese Förderung jedoch Landessache ist, sehen die einzelnen Modelle verschieden aus. Manche Länder gewähren einen zinsenlosen Kredit, andere wie zum Beispiel Salzburg fördern den Wohnbau durch Annuitätenzuschüsse.

Ein Annuitätenzuschuss ist ein Beitrag zur Rückzahlung eines Hypothekarkredites. Diese Zuschüsse der Landesregierung werden in halbjährlichen Intervallen an den Kreditgeber ausbezahlt. Durch diese Annuitätenzuschüsse verringert sich die eigene monatliche Belastung der Häuslbauer.

Für die Berechnung des Annuitätenzuschusses wird das Einkommen der Familie herangezogen und die zumutbare Belastung errechnet. Daraus ergibt sich dann auch die Höhe des Annuitätenzuschusses, der also von Fall zu Fall variiert und an das jeweilige Projekt gebunden ist. Übersteigt das Einkommen die zumutbare Belastung, so wird auch kein Zuschuss vonseiten des Landes ausbezahlt. Weiters werden die Berechnungen jedes Jahr neu durchgeführt und die Höhe neu festgesetzt.

Bei manchen Förderungsmodellen müssen Annuitätenzuschüsse nicht zurückbezahlt werden, bei anderen Modellen ist der Zuschuss zur Gänze rückzuzahlen, und zwar ab dem Zeitpunkt, an dem das Darlehen zur Gänze getilgt ist. Die rückzahlbaren Zuschüsse sind jedoch entweder zinsfrei oder zinsbegünstigt.

In welchem Bundesland welches Modell gehandhabt wird, sollte man vor Baubeginn genau recherchieren, damit mit den richtigen Zahlen kalkuliert werden kann.

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Haftungskredit

Die meisten Kredite und Darlehen werden dafür abgeschlossen, dass man schnell eine bestimmte Summe Geld auf dem eigenen Konto zur Verfügung gestellt bekommt. Es gibt aber auch Arten von Krediten, die eben nicht dafür da sind bares Geld auszuzahlen. Ein solcher Fall ist der Haftungskredit. Er dient zur Absicherung von offenen Forderungen oder als erweiterte Bürgschaft in unterschiedlichen Szenarien.

Ein Haftungskredit wird immer dann aufgenommen, wenn große Summen oder langfristige Verbindlichkeiten vom Darlehensnehmer ins Spiel kommen. Eine Mietbürgschaft für die neue Wohnung ist beispielsweise nichts anderes, als eine Absicherung durch einen Haftungskredit. Allerdings liegt hier eine sehr geringe Variante dieser Kreditform vor. In den meisten Fällen wird ein Haftungskredit dann vergeben, wenn jemand große Summen an eine andere Person bezahlen muss. Daher ist beispielsweise im Alltag der Geschäft ein Haftungskredit für große Investitionen mehr als normal. Wenn man eine große Maschine kauft oder gar eine Firma übernimmt, ist eine Absicherung durch die Bank ein fester Bestandteil vom Kaufvertrag. Auf diese Weise kann der Verkäufer sicher sein, dass er die Summe auch dann erhält, wenn der Kunde aus verschiedenen Gründen plötzlich zahlungsunfähig wird.

Möchte ein Unternehmen beispielsweise ein anderes kaufen, geht man zu der Bank und kann sich hier einen Haftungskredit über die Kaufsumme holen. Die Bank wird nur dann tätig, wenn es zu einem Ausfall der Kaufsumme kommt. Der Käufer erhält dann durch die Bank sein Geld und diese erhält die Forderung gegenüber dem Käufer. Die Bürgschaft wird dann in Form eines normalen Abzahlungskredits eingefordert – allerdings zu enorm hohen Zinssätzen.

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Gebäudewert

Der Gebäudewert ist nach § 53 BewG Bewertung von bebauten Grundstücken geregelt. Er definiert sich lediglich als Wert des Gebäudes, ohne den Wert des Grundstückes auf dem er steht – genannt Bodenwert – zu berücksichtigen. Gebäudewert und Bodenwert zusammen dienen als Messgrößen zur Bewertung von bebauten Grundstücken.
Die Höhe des Gebäudewertes lässt sich mit Einschränkungen der Richtlinien der Abs. 4 und 5 des §53 des BewG Bewertung von bebauten Grundstücken aus dem Neuerstellungswert ermitteln. Letzterer hängt von Faktoren wie Bauweise, Ausstattung der Gebäude oder Gebäudeteile bei Unterstellung unter Heranziehung von durchschnittlichen Preisen je Kubikmeter des umbauten Raumes der Immobilie oder der Gebäudeteile ab.
Nach Ermittlung des Neuerstellungswertes wird jener um vorgegebene Bestimmungen, aufgeführt in Abs. 6 des §53 des BewG Bewertung von bebauten Grundstücken, reduziert. Diese Vorgaben umfassen die Berücksichtigung des Alters der Gebäude oder der Gebäudeteile und seine dadurch entstandene Abnutzung.

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Garantieversicherung

Bei dem Kauf eines neuen Autos muss man sich mit der Finanzierung des neuen Wagens beschäftigen. Da aber immer mehr Menschen statt zu einem Neuwagen zu einem Gebrauchtwagen greifen, ändert sich die Form der Finanzierung erheblich. Da es immer wieder vorkommt, dass es Probleme mit dem Zustand eines Gebrauchtwagens gibt, dieses aber erst nach dem Kauf auffällt, gibt es eine Garantieversicherung. Diese schützt den Käufer vor hohen Kosten nach dem Kauf.

Wer einen Gebrauchtwagen kauft, versucht natürlich den Zustand direkt vor dem Kauf festzustellen und sich gegen eventuelle Mängel abzusichern. Bei so viel Technik kommt es aber immer wieder vor, dass die wahren Mängel erst einige Wochen oder Monate nach dem Kauf auftreten. Wenn es sich um erhebliche Schäden am Wagen handelt, übertrifft der Schaden meistens den Restwert des Wagens und der Käufer hat ein entsprechendes Problem. Die Garantieversicherung soll vor so einem Szenario schützen. Man schließt sie nach dem Kauf eines Gebrauchtwagens ab und schützt sich damit vor Kosten durch Schäden nach dem Kauf. Wenn nämlich der Verkäufer nicht mehr haftbar ist, müsste man alle Kosten für eine Reparatur selbst tragen. Die Garantieversicherung würde diese Kosten übernehmen oder den Kaufpreis für den Wagen erstatten.

Eine Garantieversicherung wird in den meisten Fällen für ein Jahr nach dem Kauf abgeschlossen. Wenn Probleme in dieser Zeit auftreten, muss man dem Fall nur der Versicherung melden und erhält entweder den vollen Kaufpreis für den Wagen zurück oder zumindest eine Reparatur der Mägen. Durch die zunehmende Beliebtheit von Gebrauchtwagen steigt natürlich auch der Bedarf an Garantieversicherungen.

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Formvorschriften

Formvorschriften bedeutet, dass für die Abwicklung des betreffenden Rechtsgeschäftes eine bestimmte Form gilt und zur Rechtswirksamkeit auch eingehalten werden muss.

Es hört sich aufwändiger an, als es in der Praxis vielfach ist. Gängige Formulierungen sind Formvorschrift, formal, auf Formblatt oder ähnliches. Im Umgang mit Behörden muss aus ganz verschiedenen Gründen vieles formal und formell geschehen. Zur Vereinheitlichung sowie zur Rationalisierung werden Formulare entworfen. Sie sind allesamt identisch und können vielfach auch deswegen maschinell eingelesen werden.

Formvorschriften können beispielsweise die Schriftform, die elektronische Form, oder auch die Textform bei Verträgen sein. Sie können grundsätzlich frei gestaltet und ausgehandelt werden, bis hin zu Handschlagverträgen. Formvorschriften gelten beispielsweise beim An- und Verkauf von Grundstücken, oder beim Abschluss von Mietverträgen. Hier hat der Gesetzgeber die Schriftform vorgegeben, beim Grundstückskauf ergänzend dazu die notarielle Beglaubigung.

Auch in der Gerichtsbarkeit und bei Behörden gelten Formvorschriften. Ein ergangenes Gerichtsurteil kann angefochten bis hin zu ungültig werden, wenn die Formvorschriften verletzt sind. Und auch bei Bescheiden für öffentliche Transferleistungen, oder bei Bußgeldbescheiden kommt es auf die Formvorschriften an.

Wo Vorschriften sind, gibt es auch Fehler, die so genannten Formfehler. Jeder Anwalt prüft zunächst einmal, ob alle Formvorschriften eingehalten worden sind. Wenn nicht, ist das der Grund für ein Rechtsmittel, oft mit aufschiebender Wirkung. Ein fehlendes Formular beispielsweise, oder eine fehlende Originalunterlage können ein solcher Formfehler sein. Denn die Formvorschriften wurden nicht eingehalten.

Während es im privaten Recht sehr wenige Formvorschriften gibt, ist das im öffentlichen Recht, also im Umgang mit Behörden völlig anders.

Es heißt nicht umsonst: Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare!

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