Abrufkredit

Nicht immer sind Verbraucher in der Lage, ihren Kontostand auf dem Girokonto im schwarzen Bereich zu halten. Man denke nur einmal an die alljährlich im Januar zu zahlende Prämie der Kfz-Versicherung, die nicht selten ohne das Zurückgreifen auf das Sparbuch zu leisten ist. Wer diese Rücklage nicht antasten möchte bzw. gar nicht erst hat, der kann bei seiner Bank um die Gewährung eines so genannten Abrufkredites bitten.

Dabei handelt es sich bei einem Abrufkredit keinesfalls um einen Kredit im klassischen Sinne, wo die Bank dem Kreditnehmer einen Kredit über einen bestimmten Betrag gewährt, den dieser in gleich hohen Raten bis zur vollständigen Tilgung abzahlt. Der Abrufkredit läuft über das bei der Bank eingerichtete Girokonto und ist insofern vergleichbar mit dem Dispo-Kredit. Dem Kunden wird von seiner Bank ein bestimmtes Kreditlimit gewährt, das dieser mit Abhebungen oder Überweisungen nutzen kann, auch wenn der Kontostand eine solche Maßnahme eigentlich nicht erlaubt. Der Kreditnehmer ruft den Kredit dann ab, wenn er das Geld benötigt und zahlt ihn auch nach seinen Möglichkeiten zurück bzw. gleicht den Saldo auf seinem Girokonto aus.

Was für Privatkunden möglich ist, gilt natürlich und gerade auch für Geschäftskunden. Für diese Gruppe gibt es Abrufkredite in zwei Varianten, nämlich dem Firmendispositionskredit und der Kreditlinie. Beide Personengruppen zusammen müssen aber eine entsprechende Bonität nachweisen, um einen Abrufkredit zu erhalten.

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