AK Meinung zu Schweizer Franken Kredite

Hausbauer, die einen Schweizer Kredit aufgenommen haben, sollten diesen jetzt in einen endfälligen Kredit umwandeln und die monatliche Tilgung vorziehen, denn der Schweizer Franken zieht immer mehr an und wird immer stärker.
Beinahe jeden Tag steigt der Schweizer Franken gegenüber dem Euro, Fachleute prognostizieren, dass er bald auf gleicher Höhe liegen könnte und das wirkt sich natürlich negativ auf all jene aus, die einst einen Fremdwährungskredit zum Hausbau aufgenommen haben.
Vor einigen Jahren war es direkt ein Boom, Fremdwährungskredite aufzunehmen, damals hat ja auch niemand gedacht, dass es in so kurzer Zeit zu einer Finanzkrise in Europa kommen würde.
Bei den Fremdwährungskreditnehmern steigt der Schuldenberg in Euro, aufgrund des starken Schweizer Frankens und sie bekommen dadurch immer mehr Druck.
Zur Absicherung haben die meisten ein Wertpapierdepot oder eine fondsgebundene Lebensversicherung verpfändet, deren Erlös aber meist nicht mehr reicht, sodass die Lücke zwischen Darlehenshöhe und Absicherung immer größer wird.
Wenn man schon den Fremdwährungskredit nicht aufgeben will, sollte man ihn zumindest in eine monatliche Tilgung umwandeln, damit ist eine Kapitalrückzahlung zu einem bestimmten Zeitpunkt garantiert, in jedem anderen Fall würde bei Endfälligkeit wohl eine große Lücke entstehen.
Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder man löst das Kreditkonto auf und führt damit eine Sondertilgung durch oder man legt das Konto still und zu Laufzeitende wird eine Sonderrate in der Höhe des Kreditkontos durchgeführt.
Wichtig für den Kreditnehmer ist, dass er sich die monatliche Rate leisten kann, denn sonst kann es schnell zu massiven Problemen kommen. Die AK Niederösterreich fordert in diesem Zusammenhang ein Ende der Fremdwährungskredite zum Schutz der Kreditnehmer.

Nur so ein Ende ist nicht so einfach! Ein Glattstellen und damit konverierten der Fremdwährungskredite in Euro-Kredite würde die bisherigen Fremdwährungskreditnehmer auf einem riesigen Schuldenberg sitzen lassen. Das kann die AK doch auch nicht wollen und dass die Allgemeinheit, der Steuerzahler, nun für die Fehler der Banken Fremdwährungskreditnehmer wieder einspringt, das kann auch nicht die Lösung sein. Es muss hier Wahlfreiheit geben und keine Bevormundung – schließlich waren auch die Fremdwährungskreditnehmer beim Unterzeichnen des Kreditvertrags im Besitz aller geistigen Kräfte. Wenn man ihnen diese nun absprechen würde, so hätte das auch für andere Bereiche weitreichende Auswirkungen!

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