Ausstieg aus Schweizer Franken Kredit

Aufgrund der möglichen Zinsersparnis entschieden sich in den letzten Jahren immer mehr Österreicher für einen Kredit in Schweizer Franken, um den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Wahre Kursexplosionen wie die Schweizer Währung sie in den letzen Wochen und Monaten erlebt hat, wurden zu diesem Zeitpunkt wohl von keinem Experten erwartet. Doch gerade nach den immer größeren Problemen einzelner Euro-Länder und in der sich immer größer ausweitenden Euro-Krise wurde der Franken zu einem beliebten Objekt der Absicherung.
Daraus ergab sich, dass der Euro im Vergleich zum Franken immer weniger wert wurde, in der vergangenen Woche lag der Wechselkurs für einen Euro bei lediglich 1,04 Schweizer Franken. Dies stellt viele Franken-Schuldner vor ein Problem, besonders dann, wenn sie sich für einen endfälligen Kredit entschieden haben, der über einen Tilgungsträger abbezahlt wird.
Es ist allerdings nicht sinnvoll, im Moment einen Franken-Kredit im Euro zu tauschen, da in diesem Fall Währungsverluste anfielen, zudem ginge der Zinsvorteil von 1 bis 1,5 Prozent verloren. Wenn der Kredit eine geringe Restlaufzeit aufweist, kann es aber sinnvoll sein, eine Laufzeitverlängerung in Anspruch zu nehmen, diese wird aber nicht von allen Banken angeboten.
Sinnvoll wird es aber vor allem sein, die weitere Entwicklung abzuwarten, bis der Franken wieder etwas schwächer wird, auch wenn dies seine Zeit dauern kann. Um sich gegen weitere Anstiege des Franken zu schützen, kann man ab 100.000 Euro auch auf Devisenoptionen zurückgreifen, durch die man eine bestimmte Zeit vor großen Kursverlusten geschützt ist.
Wenn die Bank, bei der der Kredit bewilligt wurde, mehr Sicherheiten vom Schuldner verlangt, sollte man kompromissbereit sein, man sollte beispielsweise eine Neubewertung der gekauften Immobilie vornehmen lassen, um so die Sicherheiten zu erhöhen. Wenn die Raten aber sowieso immer pünktlich gezahlt werden , ist es für Banken ohnehin schwer, nachträglich weitere Besicherungen zu fordern.
Wenn es um den Tilgungsträger in der aktuellen Lage nicht allzu gut bestellt ist, sollte der Anleger auf mehrere verschiedene Anlagemöglichkeiten umschichten, vor allem wenn nur eine Aktie des Tilgungsträgers gehalten wird.

Ganz ähnlich ist die Argumentation bei der Arbeiterkammer und auch in diversen Wirtschaftszeitschriften. Nachzulesen sind diese Informationen rund um einen Ausstieg aus dem Schweizer Franken unter folgenden Links:

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