Auszahlungskurs

Die meisten Menschen die einen Kredit oder ein Darlehen aufnehmen, möchten die gesamte Summe ausgezahlt bekommen. Das liegt daran, dass sie bestimmte Dinge mit diesem Geld kaufen oder bezahlen möchten. Die tatsächliche Summe die ausgezahlt wird, ist der sogenannte Auszahlungskurs. Während der Auszahlungskurs bei den meisten privaten Krediten 100% beträgt, kommt es immer wieder vor, dass bei manchen Krediten eine geringere Auszahlungssumme vereinbart wird.

Wenn der Auszahlungskurs unter 100% liegt spricht man von einem sogenannte Damnum. Dieses hat für Privatmenschen meistens keinen Wert, da sie die Auszahlungssumme direkt reinvestieren. Bei einer Immobilienfinanzierung wird beispielsweise immer 100% ausbezahlt, damit der Darlehensnehmer die anfallenden Verbindlichkeiten bezahlen kann. Schafft man sich als Unternehmer aber beispielsweise eine Immobile zur Vermietung an, liegt der Auszahlungsbetrag im ersten Jahr meistens unter 100%. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Entweder wird ein Teil der Summe erst zu einem späteren Zeitpunkt benötigt, oder der Darlehensnehmer beschließt die Beschränkung des Beitrags in Hinsicht auf steuerliche Vergünstigungen. Schließlich muss ein Unternehmer das Fremdkapital immer in der eigenen Bilanz und somit bei der Steuer berücksichtigen. Es kommt also vor, dass eine Auszahlung unter 100% sinnvoll ist.

Wenn man sich für ein Damnum entscheidet, sinkt auch die gesamte Belastung durch das Darlehen für den Darlehensnehmer. Der Zinssatz wird gesenkt und somit sinkt auch die eigentliche Schuld an Zinsleistungen an die Bank. Das komplette Prinzip ist recht komplex und muss von Darlehen zu Darlehen neu bewertet werden. Für Privatmenschen hat ein Damnum in den meisten Fällen aber keinen Zweck und man muss sich darüber auch keine Gedanken machen.

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