Bankenaufsicht – Was ist die Bankenaufsicht?

Hierunter versteht man ein allgemeines Aufsichtssystem für alle in Österreich tätigen Kreditinstitute. Die primären Ziele der Bankenaufsicht sind die Erhaltung der vollen Funktionsfähigkeit des österreichischen Bankensystems, der Schutz der Gläubiger vor Vermögensverlusten, Sicherstellung der Wirtschaftsaktivitäten durch rasche Liquiditätsversorgung sowie das Durchsetzen von transparenten Abläufen innerhalb der Banken. Zur Realisierung dieser Zielsetzungen werden die Kreditinstitute laufend beobachtet, geprüft und analysiert. Mögliche Risiken sollen so rechtzeitig erkannt und Störungen des Finanzapparates durch schnelle Reaktion vermieden werden. Ein Instrument zur ständigen Beobachtung der Kreditinstitute stellt das bankenaufsichtliche Meldewesen dar. Es soll eine Beurteilung der Geschäfts-, Risiko- und Ertragsentwicklung der Kreditinstitute ermöglichen. Neben Routineprüfungen sind auch Anlassprüfungen möglich. Darüber hinaus kann die Bankenaufsicht durch Verordnungen Regeln für die Durchführung von Bankgeschäften und Finanzdienstleistungen festlegen. Ebensolches gilt für die Begrenzung der Risiken aus Bankgeschäften. Gesetzliche Grundlagen für das Handeln der Bankenaufsicht bilden u.a. das Bankenwesengesetz (BWG), das Sparkassengesetz (SpG), das Bausparkassengesetz (BSpG), das Investmentfondsgesetz (InvFG) und das Hypothekengesetz.
Seine Ursprünge hat die österreichische Bankenaufsicht in der 1930er Jahren. Als Konsequenz aus der damaligen Weltwirtschaftskrise wurde in vielen Ländern eine staatliche Aufsicht über alle Banken etabliert.
In Österreich sind die Österreichische Nationalbank und die Finanzmarktaufsichtsbehörde für die Bankenaufsicht zuständig. Während die OeNB die Prüfung und Analyse der Kreditinstitute übernimmt, obliegt es der FMA aufgrund der hieraus gewonnenen Erkenntnisse tätig zu werden.

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