Baudarlehen

Baudarlehen sind zweckgebundene Kredite für Maßnahmen des Erwerbs, Umbaus, Modernisierung oder Restaurierung einer Immobilie. Im Unterschied zu einem Privatkredit wird ein Baudarlehen in aller Regel dinglich abgesichert, das heißt auf das Objekt abgestellt und entsprechend im Grundbuch eingetragen.
Während Privatkredite selten Summen von 50.000 Euro überschreiten, fangen Baukredite in aller Regel in diesem Summenbereich an.
Typisch für diese Art der Finanzierung sind lange Laufzeiten, die je nach Höhe und finanzierende Bank eine Laufzeit von 35 Jahren betragen kann. Entscheidend neben der Laufzeit eines Baudarlehens ist die Zeit der Zinsbindung. Während dieser Zeit garantiert das finanzierende Institut einen gleichbleibenden Zins. Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist muss der Zinssatz mit der Bank neu ausgehandelt werden oder das Baudarlehen umgeschuldet werden.
Der Prozentsatz der Tilgung des Baudarlehens ist der Höhe nach verhandelbar. Eine längere Laufzeit bedeutet eine niedrigere Belastung.
Entscheidend für die Höhe eines Baudarlehens ist der geschätzte Wert der Immobilie bzw. der geplanten baulichen Maßnahmen. Nach der Einschätzung des Wertes durch das finanzierende Institut wird entsprechend der Richtlinien der Beleihungswert festgestellt. Ein Baudarlehen ohne Ergänzung durch Eigenkapital ist in aller Regel nicht empfehlenswert und wird durch Finanzinstitute in aller Regel nur schwer genehmigt.

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