Baufinanzierung mit einem Bauspardarlehen in Österreich

Wenn man in Österreich über Baufinanzierung spricht, so geht dies in einem Atemzug mit dem Wort „Bauspardarlehen„, und dies aus gutem Grund: Seit der Wirtschaftskrise ist es nicht mehr möglich, die früher sehr beliebten Fremdwährungskredite zu bekommen. Darum versucht man, für die Finanzierung seines Eigenheimes, so viel Geld also nur möglich von einer Bausparkasse zu bekommen. Der Vorteil hiebei ist, dass die Zinsen gesetzlich nach oben begrenzt sind. So kann der Zinssatz für ein Bauspardarlehen nie mehr als 6 % betragen, was für die Planung von Worst Case-Szenarien im Zuge der Baufinanzierung ein wichtiger Gesichtspunkt ist.

Es gibt in Österreich 4 Bausparkassen, bei denen man um ein Bauspardarlehen ansuchen kann. Die Kredithöhe ist – natürlich abhängig vom Finanzierungsvolumen – begrenzt, und zwar mit 180.000,- bzw. 360.000,- bei Ehe oder Lebensgemeinschaft. Auch wird von der Bausparkasse keine Vollfinanzierung durchgeführt, es gilt die Faustregel, dass 30 % der notwendigen Summe als Eigenmittel vorhanden sein sollten. Ist dies nicht der Fall, kann man auch hier auf einen Kredit zurückgreifen – aber nicht bei der Bausparkasse, sondern bei einem anderen Institut.

Ein Bauspardarlehen wird „verbüchert“, das heißt, im Grundbuch eingetragen, sodass die Bausparkasse bei Zahlungsausfällen die Möglichkeit hat, auf das Objekt zuzugreifen, das heißt, im schlimmsten Fall versteigern zu lassen.

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