Bauspardarlehen oder Hypothekendarlehen: Der Unterschied zwischen Bauspar- und Hypothekardarlehen

Bauspardarlehen oder Hypothekendarlehen – was ist der Unterschied und welche Finanzierungsmöglichkeit ist zu empfehlen und warum

Bei der Finanzierung eines neuen Eigenheimes sollte ein Bauspardarlehen die erste Wahl darstellen. Da die Zeit der Fremdwährungskredite wohl endgültig vorbei sein dürfte, ist es ratsam, von der Bausparkasse so viel Geld wie möglich aufzunehmen – und das hat mehrere Gründe: Die Bausparkassen sind seriöse Unternehmen, die strengen staatlichen Kontrollen unterliegen, sodass man von einem verlässlichen Vertragspartner ausgehen kann. Auch ist deren Spezialität die Finanzierung von Wohnvorhaben – man kann sich also mit allen Anliegen diesbezüglich an die Bausparkassen wenden und sicher sein, seriöse und kompetente Auskünfte zu bekommen. Aber am Wesentlichsten ist die Zinsobergrenze: Bauspardarlehen können maximal mit 6 % verzinst werden – aktuell ist der Zinssatz um einiges niederer. Aber sollte der Wirtschaftsmotor wieder anspringen und das Zinsniveau steigen, so kann dennoch ein Bauspardarlehen nie mehr als 6 % Zinsen kosten. Die Einschränkungen beim Bauspardarlehen bestehen darin, dass man keine beliebige Summe bekommt – es gibt ein Maximum von € 180.000,- bzw. € 360.000 (mit Partner) für die Kredithöhe. Außerdem ist das Darlehen zweckgebunden, das heißt, es darf wirklich nur für den Kauf oder eventuell auch die Instandsetzung einer Immobilie verwendet werden.

Anders verhält es sich da beim Hypothekardarlehen: Analog zum Bauspardarlehen ist es ein Kredit, der im Grundbuch besichert wird („hypothekarisch“), sodass die Bank im Falle des Kreditausfalles Zugriff auf eine Immobilie hat. Aber: Ein Hypothekardarlehen ist nicht zweckgebunden, obwohl es in der Regel für die Finanzierung eines Eigenheimes verwendet wird. Somit ist es denkbar, auch andere Dinge mit einem Hypothekardarlehen zu finanzieren. Man muss abschätzen, ob es sich lohnt, weil natürlich Eintragungs- und Grundbuchgebühren zu bezahlen sind, und ob ein Hypothekardarlehen dennoch einem „normalen“ Kredit vorzuziehen ist, wenn man ihn nicht für die Hausfinanzierung verwenden möchte.

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