Beamtenkredit

Im Hinblick auf die Definitivstellung bzw. Pragmatisierung (Übernahme in das öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis) eines Bediensteten gibt es bei manchen Kreditinstituten ein sogenanntes Beamtendarlehen. Die Risiken eines Ausfalls der Zahlungen sind geringer, da ein öffentlich Bediensteter unter normalen Umständen seine Stellung nicht verlieren sollte und daher das Risiko für das Kreditinstitut geringer ist. Meist wird als Voraussetzung jedoch verlangt, dass der Bedienstete seit mindestens fünf Jahren für eine Öffentliche Körperschaft tätig ist. Andere Kreditinstitute erwähnen nicht wortwörtlich ein Beamtendarlehen, beziehen jedoch die relative Sicherheit des Beschäftigungsverhältnisses bei der Berechnung der sogenannten „Bonität“ ein. Darunter versteht man allgemein die Kreditfähigkeit bzw. die Zahlungsfähigkeit der betreffenden Person.

Bevor jedoch ein Gefühl der Ungerechtigkeit aufkommt, möge man nicht vergessen, dass für einen Beamten jedes Verhalten, welches das Vertrauen der Bevölkerung in die Beamtenschaft erschüttert, unmittelbar disziplinäre Maßnahmen nach sich zieht. Auch eine Gehaltspfändung ist bei Öffentlich Bediensteten leichter durchsetzbar. All jene Gründe erhöhen das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit und verringern damit die Kreditkosten für Öffentlich Bedienstete.

Hinterlassen Sie eine Antwort