Belastung

Der Begriff Belastung wird im Alltag verschiedenartig verwendet. Egal wo und wie, handelt es sich immer und überall um eine Last, um etwas Beschwerendes. Das trifft auch auf Grund und Boden sowie auf den finanziellen Sektor zu.

Wenn auf einem Girokonto beispielsweise eine Ausgabe gebucht wird, so ist eine Bezeichnung dafür, dass das Konto belastet wird. Daher rührt auch der Begriff Lastschrift. Es wird zu Lasten des Kontos respektive des Kontoinhabers gehandelt. Und vielfach unabhängig davon, ob mit oder ohne seine Zustimmung.

Eine Belastung von Eigentum, sei es von Haus oder Wohnung, ist hingegen noch weitaus gebräuchlicher und auch zutreffender. Das Eigentum an einem Grundstück, sei es bebaut oder unbebaut, ist ein uneingeschränktes Recht. Es ist durch die Eintragung im Grundbuch gesichert und gleichzeitig auch dokumentiert.

Nur dann, wenn keine Belastungen eingetragen sind, ist das Eigentum unbelastet. Belastungen lasten auf dem Eigentum von Grund und Boden, sie schränken das Eigentumsrecht ein. Solche typischen Belastungen sind Hypotheken, also Darlehensschulden beim Kreditgeber. Er hat sich vorsichtshalber und zur Sicherheit das gewährte Darlehen durch die Eintragung einer Hypothek besichern lassen. Die Hypothek belastet zum einen das Grundstück, und zum anderen auch das Verfügungsrecht des eingetragenen Eigentümers. Denn er kann nicht unbelastet und frei darüber verfügen. Als weitere Belastungen in Bezug auf Grund und Boden gelten das Erbbaurecht, der Nießbrauch oder das Dauerwohnrecht, bis hin zu einer Grunddienstbarkeit, die dem Nachbarn des eigenen Grundstückes zusteht.

Bei der Belastung in diesem Sinne steht immer im Vordergrund, dass eine Einschränkung in der freien Verfügbarkeit über das Eigentum vorliegt.

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