Bereithaltungszins

Bereithaltungszinsen werden von einem Kreditgeber dann berechnet, wenn der Kreditnehmer die finanziellen Mittel aus einem Kreditvertrag zu einem festgelegten Termin nicht vollständig abruft. Wenn zum Beispiel bei einer Baufinanzierung die Zahlung entsprechend den einzelnen Bauabschnitten über einen längeren Zeitraum erfolgt und die Bank die gesamte Bausumme zu Beginn des Baues bereithält, kann sie die Bereithaltungszinsen berechnen. Auch eventuelle Verzögerungen des Baubeginns führen zur Fälligwerdung von Bereithaltungszinsen. Ihre Höhe wird zwischen den Partnern des Kreditvertrages frei vereinbart. Die meisten Banken gewähren über einen bestimmten Zeitraum (in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten) zinsfrei die Abrufung des Kredites. Verzögerungen gerade beim Bau gibt es in der Praxis sehr oft, deshalb sollte jeder Bauherr sich über den Bereithaltungszins eingehend informieren.

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