Bereitstellungszinsen

Gerade bei Bauvorhaben im Allgemeinen aber auch beim Kauf eines Hauses wird im Zusammenhang mit dem Darlehensvertrag gern von Bereitstellungszinsen gesprochen. Doch was genau sind Bereitstellungszinsen? Wann fallen diese an? Lassen Sie sich ganz vermeiden?

Sie haben Ihren Darlehensvertrag gerade unterschrieben. Ihr Darlehensgeber hat im Darlehensvertrag eine sogenannte bereitstellungszinsfreie Zeit ausgewiesen. Diese ist je nach Darlehensgeber zwischen 3, 4, 6 oder gar 12 Monate lang. In dieser Zeit fallen für das durch das Darlehensinstitut bereitgestellte Geld keine Zinsen an, solange das Geld nicht abgerufen wird und bei der Bank verbleibt. Ein schlechtes Geschäft für die Bank. Die Zinsen in Ihrem Darlehensvertrag werden ja nur für bereits ausbezahltes Geld fällig. Um Sie also zur schnellen Abnahme der Darlehensmittel zu veranlassen oder aber die Refinanzierungskosten im eigenen Haus für diesen Zeitraum zu decken, erhebt die Bank dann also die Bereitstellungszinsen ab dem oben genannten Zeitraum. Meist sind die Banken auch bereit gegen einen entsprechenden Zinsaufschlag die bereitstellungszinsfreie Zeit zu verlängern. Dies ist jedoch nicht zu empfehlen, das ein Zinsaufschlag auf die gesamte Darlehenssumme erfolgt und somit meist höhere Kosten verursacht als die Bereitstellungszinsen selbst.

Um die Bereitstellungszinsen möglichst gering zu halten oder gar ganz zu vermeiden ist eine möglichst genaue Planung bei der Abnahme der jeweiligen Darlehenbeträge nötig. Teilen Sie den Darlehensbetrag eventuell in Teildarlehen auf, um von unterschiedlichen bereitstellungszinsfreien Darlehen zu profitieren.
Achten Sie beim Abruf des Geldes darauf zuerst Darlehen abzurufen, dessen bereitstellungszinsfreie Zeit bereits abgelaufen ist oder in Kürze ablaufen wird. So lassen sich die Kosten bestens kontrollieren oder gar vermeiden.

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