Bonitätskriterien Österreich: Auswirkungen auf Kreditzinsen

Wie wirken sich die Bonitätskriterien in Österreich auf die Kreditzinsen aus?

Je besser die Bonität eines potentiellen Kreditnehmers beurteilt wird, desto neidriger werden auch seine Kreditzinsen sein. Daher hat jeder Kreditsuchende darauf zu achten, dass seine Bonität möglichst hoch beurteilt wird. Was denn nun alles zu den Bonitätskriterien zählt, wurde unter anderem in diesem Artikel ausgeführt.

Wie beeinflussen nun die Bonitätskriterien die Kreditzinsen? Nun die Differenzen bei den Zinsen sind teilweise immens, was sich durch die Beurteilung der jeweiligen Bonität ergibt. Bei Hypothekarkrediten gibt es einen Aufschlag von bis zu rund 1 %. Das hochgerechnet auf ca. 25 Jahre ergibt einen wirklichen teuren Aufschlag. Auch bei den Konsumkrediten ergibt sich ein noch höherer Aufschlag, aber hier ist die Laufzeit deutlich geringer. Hier eine kleine Übersicht, von was die Bonitätskriterien in Österreich abhängen und wie sich diese auf die Kreditzinsen auswirken:

Gute bis sehr gute Bonität Mittlere Bonität Ausreichende Bonität
Familienstand Verheiratet Verheiratet, verwitwet Geschieden, ledig
Beruf und Ausbildung Leitender Angestellter/Beamter, Akademiker Unbefristeter Angestellter, qualifzierter Facharbeiter, Vertragsbediensteter Befristetes Dienstverhältnis, Arbeiter
Wohnart Eigentum Eigentum bzw. Genossenschaft Miete bzw. Genossenschaft
Hypothekarkredite
Aufschlag
~ 1,5 % ~ 1,75 % ~ 2,25 %
Konsumkredite Ab 3,5 % Ab 5,00 % Ab 6,25 %

Sie sehen aus dieser Aufstellung, dass es sich ausbezahlt, wenn man eine gute Bonität vorweisen kann. Wenn man schon eine schlechtere Bonität hat, so muss diese dann auch noch mit höheren Kreditzinsen bezahlt werden. Daher ist es mehr als ratsam im Vorfeld darauf zu achten, dass genügend Eigenkapital gebildet wird, bevor ein Kredit aufgenommen wird.

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