Bonitätsunterlagen

Wenn ein Kreditinstitut Geld verleiht, erwartet es dafür Sicherheiten. Denn der Kreditgeber geht das Risiko ein, dass der Kredit zuzüglich der vereinbarten Zinsen, die für das Kreditinstitut der Verdienst sind, möglicherweise nur teilweise oder gar nicht zurückgezahlt wird. Das wäre für den Geldgeber aus kaufmännischer Sicht ein Verlust, den es zu vermeiden gilt.

Je nach Art und Höhe des Kredites werden Unterlagen und Informationen benötigt, um die Bonität, also die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Kreditnehmers einschätzen zu können. Damit sind im Rahmen der persönlichen Situation die Einkommens- und Vermögensverhältnisse gemeint. Wer als unselbständiger Angestellter oder Arbeiter über ein regelmäßiges Einkommen verfügt, kann als eine Bonitätsunterlage seine monatliche Gehaltsabrechnung beibringen. Gleiches gilt für die Beamten.

Für Selbständige ist die letzte Jahressteuererklärung eine aussagefähige Bonitätsunterlage. Ergänzend dazu die Bilanz, und bei kleineren Unternehmen die Einnahmen-Überschussrechnung. Wenn Monats- oder Vierteljahresabschlüsse mit Betriebswirtschaftlicher Auswertung erstellt werden, sind sie eine wertvolle Bonitätsunterlage, da diese Auswertungen sehr zeitnah sind und Aufschluss über die jetzt aktuelle Situation geben.

Weitere Bonitätsunterlagen können Belege über Sparguthaben oder die Anlage von Wertpapieren sein. Und zu den Bonitätsunterlagen gehören auch Nachweise über Haus- und Grundvermögen, sofern es sich um einen größeren Kredit handelt, der eventuell im Grundbuch besichert werden soll.

Wenn es sich um eine normale Kreditaufnahme des alltäglichen Lebens handelt, wird mit Bonitätsunterlagen immer die laufende Einkommenssituation angesprochen. Das gilt für das Haupt-, aber auch für jegliches Nebeneinkommen. Oft erwarten die Kreditinstitute die ergänzende Vorlage der damit verbundenen Verträge, um erkennen zu können, wie sicher und zukunftsorientiert diese momentane Einkommenssituation ist.

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