Bürgen für Kredit

Wer kommt klassischerweise für eine Bürgschaft bei einem Kredit in Frage und was geht man hier für ein Risiko ein?

Wer wegen eines zu niedrigen Gehalts oder eines negativen Schufa Eintrags keinen Kredit bekommt, könnte sich einen Bürgen nehmen. Dieser muss aber vorher unbedingt aufgeklärt werden, damit er weiß, was das für ihn heißt.
Eine Bürgschaft kann in der Regel immer der Ehepartner machen, Eltern, Schwiegereltern und Geschwister sind auch zulässig. Natürlich könnte man auch einen guten Freund als Bürgen auswählen, davon ist aber abzuraten.
Der Bürge muss ein festes monatliches Einkommen nachweisen können und in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis stehen, idealerweise hat er eine positive Schufa.
Das Risiko des Bürgen ist relativ hoch, da er in diesem Fall der zweite Kreditnehmer ist und mit seiner Unterschrift dafür bürgt, dass er, wenn der erste Kreditnehmer zahlungsunfähig wird, den Kredit ab bezahlt. Eine Bürgschaft sollte man also nur machen, wenn man der Person voll und ganz vertrauen kann. Bei Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers kommt die Bank sofort auf den Bürgen zu und verlangt von ihm das Geld. Bei einem sehr hohen Kredit kann das zum Problem werden. Zudem hat der Bürge den Kredit auch in seiner Schufa stehen, was unter Umständen Probleme geben kann, wenn der Bürge selbst einen Kredit benötigt.
Eine Bürgschaft will also gut überlegt sein und sollte nicht nur aus reiner Höflichkeit gemacht werden.

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