CHF Kredit 2011: Probleme halten an!

Vor gut einem halben Jahr meinten „sogenannte“ Experten, dass man doch das aktuelle Hoch des Schweizer Franken doch nicht so eng sehen sollte, denn wer jetzt durchtauche, dem winkt das große Los und wird der große Gewinner, am Ende des Fremdwährungskredits sein. Tja, mittlerweile ist ein halbes Jahr vergangen und die Schweißperlen jener CHF-Kreditnehmer dürften auf der Stirn weiterzugenommen haben, denn der Schweizer Franken notiert aktuell bei 1,22. Das bedeutet, für 1 Euro erhält man jetzt noch 1,22 Schweizer Franken. Vor der Finanzkrise gab es noch 1,5 bis 1,6 Schweizer Franken.

Diese Veränderung wirkt sich negativ auf den Kreditbetrag aus. Wer jetzt seinen CHF-Kredit tilgen müsste (die meisten CHF Kredite sind endfällig) der müsste z. B. bei einem Kreditbetrag von 200.000 CHF rund 163.000 Euro aufbringen. Wäre der Kurs z. B. noch bei 1,55 Franken für 1 Euro, so müsste man nur ca. 129.000 Euro aufbringen um den CHF-Kredit zu tilgen.

Die meisten Kreditnehmer wollten den Kredit mit einem Tilgungsträger bezahlen. Die meisten Tilgungsträger haben aber eine Rendite die weit von der erwarteten Entwicklung abweichen (leider nach unten). Nun ergibt sich daraus nochmals eine Schere!

Guter Rat ist im Moment teuer, denn manch einer meint, man solle doch die Laufzeit des Kredits verlängern, falls in näherer Zeit die Fälligkeit endet. Fraglich ist hier jedoch, ob es zum späteren Zeitpunkt, der CHF-Kurs günstiger wäre – es bleibt ein Glücksspiel (und auf die „Expertenmeinungen“ ist auch kein Verlass, denn auch die raten nur). Um nicht noch weiter in die „Rue de la Gack“ zu kommen, könnte man versuchen, über teure Derivate, die aktuellen Kurse abzusichern (Optionsscheine oder Zertifikate mit Hebel).

Lustig sind Tipps wie „Tilgungsträger erhöhen durch die Zinsersparnis beim CHF-Kredit“. Meist sind die Kreditnehmer schon am Limit und können sich dies nicht leisten. Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Im Sinne der zahlreichen CHF-Kreditnehmer kann man nur hoffen, dass es gut endet und sich die aktuellen Probleme schon bald lösen werden, ansonsten werden wohl viele Häuser frei!

Weitere Informationen rund um die aktuelle Problematik findet man z. B. auch im folgenden Artikel der Online-Presse:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/meingeld/665974/Euro-in-Not-FrankenKreditnehmer-in-Not?from=gl.home_wirtschaft

Eine Antwort

  1. Heinz aus NÖ 3. August 2011

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