CHF-Kurs: Vorteile und Nachteile eines starken Schweizer Franken

Ende des Jahres 2007 hat man in Österreich noch für einen Euro 1,68 Franken bezahlen müssen. 2011 sieht all das schon anders aus: Nun ist der Euro unter die Marke von 1,42 Franken gefallen. Das heißt, dass sich der Euro gegenüber dem Schweizer Franken in weniger als zweieinhalb Jahren um ganze 15 % abgewertet hat. Allein schon seit Beginn des Jahres verlor der Euro wegen der Krise in Griechenland 4 Prozent.

Doch was sind die Vor- und Nachteile des starken Frankens? Letztendlich bringt eine solche Verschiebung immer für beide Parteien positive und negative Aspekte. Die Schweiz ist bekanntlicherweise ein Wirtschaftsland mit viel Export. Die Frankenstärke heitß, dass alle Unternehmen der Schweiz, die ihren Lebensunterhalt in Franken erhalten, beim Bezug von Waren aus dem Ausland somit rund 15 % weniger zahlen müssen als noch vor einigen Jahren. Im Gegenzug dazu wird die Schweiz mit ihren Waren für Europäer aus der Eurozone um 15 % teurer.

Im praktischen Aspekt werden derartige Verschiebungen des Franken in einer solch kurzen Frist nicht sofort weiter gegeben. Die Preise sind nicht komplett flexibel, sondern unterliegen speziellen Rigiditäten und können eventuell auch mit Verzögerung auf die Wärhungsverschiebung reagieren. Selbst Preisschilder muss man anpassen und Kataloge müssen dann ganz neu gedruckt werden. Weil Unternehmen keinen Mengenschwund akzeptieren wollen, tendieren sie dennoch dazu, die Preise erst mit Verzögerung herab zu setzen.

Hier geht es zum aktuellen Kurs des CHF.

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