Darlehen – Was ist ein Darlehen?

Darlehen sind festverzinsliche Kredite, die an vereinbarten Terminen auszuzahlen und zurückzuzahlen sind.

Genau genommen stellt das Darlehen einen schuldrechtlichen Vertrag dar, wobei der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer Geld (=Gelddarlehen) oder vertretbare Sachen (=Sachdarlehen) auf einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stellt. In der allgemeinen Sprache wird der Begriff „Darlehen“ dem Begriff „Kredit“ gleichgestellt.

Regelmäßig muss der Darlehensschuldner für das Darlehen Zinsen zahlen. Jedoch gibt es auch Darlehen, die zinslos gewährt werden. Wie hoch der Zins sein soll – das können die Parteien selbst vereinbaren oder es bei dem gesetzlichen Zinssatz (§ 246 BGB) belassen.

Das Ende des Darlehensvertrages tritt mit der Zeit ein, die durch Parteien festgelegt wurde. Für Darlehen, die auf unbestimmte Zeit geschlossen wurden, besteht die Möglichkeit der Kündigung: ordentliche Kündigung ist nur durch dem Darlehensnehmer und nur für gesetzlich geregelte Fälle vorbehalten und eine außerordentliche Kündigung ist durch jede Partei möglich.

Es werden je nach Rückzahlungsmodalitäten folgende Grundformen von Darlehen unterschieden:

1.Festdarlehen (= einmalige und am Ende der Darlehenszeit fällige Zahlung).
2.Annuitätendarlehen (= jedes Jahr werden Geldleistungen erbracht und dabei wird der Zins mit der Zeit geringer, der Rückzahlungsanteil jedoch steigt)
3.Abzahlungs- /Ratendarlehen (=Der Kredit wird ratenweise zurückgezahlt und die Höhe der Raten wird dadurch ermittelt, dass die vereinbarten Zinsen direkt am Anfang zur Darlehenssumme hinzugerechnet werden).

Weiterhin gibt es noch weitere Varianten an Darlehen. Zum Beispiel: Schuldscheindarlehen (=eine Art Großdarlehen) und das Forward-Darlehen (=Darlehen wird für einen zukünftigen Zeitraum verbindlich vereinbart) oder partiarisches Darlehen (= Elemente des Fremd- und des Eigenkapitals werden kombiniert).

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