Der Yen-Fremdwährungskredit und der österreichische Häuslbauer

Von | 28. August 2012

Aufgrund der Banken- und Eurokrise in Europa schwankt auch der internationale Währungsmarkt und das spürt auch der kleine Häuslbauer in Österreich, der sich sein Eigenheim mit einem Fremdwährungskredit finanziert hat. Der Euro hat in letzter Zeit gegenüber dem Yen erheblich an Wert verloren und steht auf dem niedrigsten Wert seit seines Bestehens, die Analysten hatten also zum Großteil nicht recht.

Es hatte zwar kurz so ausgesehen als würden die europäischen Lösungsvorschläge Wirkung zeigen, doch die internationalen Börsen haben die Hoffnung auf eine Lösung wieder heruntergeschraubt, was auch aufgrund der Senkung des Leitzinssatzes der Europäischen Zentralbank erfolgte.

Yen-Kredit aktuell: Wie steht es aktuell um Yen-Fremdwährungskredite aus der Sicht österreichischer Häuslbauer?

Der kleine österreichische Häuslbauer kommt damit wieder etwas unter Druck, vor drei Monaten stand der Euro noch bei 110 Yen, in der Zwischenzeit hat er wieder zirka zehn Prozent an Wert verloren. Das bedeutet das die Kreditsumme der Kreditnehmer wieder angestiegen ist. Bei einem Kreditnehmer der 2000 einen Yen-Kredit um 100.000 Euro aufgenommen hat steht die Schuld derzeit bei 111.000 Euro. Vor drei Monaten wären es noch 98.000 Euro gewesen. Das ist zwar derzeit noch nicht so dramatisch, da man sich aufgrund der niedrigen Yen-Zinsen bisher mehr als 34.000 Euro an Kosten erspart hat, aber es könnte noch ungemütlicher werden.

Durch die Auflösung sogenannter Carry-Trade-Geschäfte könnte der Yen zusätzlich an Wert gewinnen und die Verluste der Yen-Kredite könnten sich erhöhen. Für österreichische Häuslbauer ist es jetzt wichtig, sich genau zu informieren, den Bankberater seines Vertrauens hinzuzuziehen und die Situation zu analysieren und keine voreiligen Entscheidungen zu treffen

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