Eigennutzung

Die Eigennutzung ist ein Begriff aus dem Wohnrecht. Der als Eigentum geschaffene Wohnraum soll nicht vermietet, sondern durch den Eigentümer selbst genutzt werden.

Bei der Finanzierung von dem Bau eines Hauses oder dem Kauf einer Eigentumswohnung kommt es auch heute noch wesentlich auf die Nutzung der Wohnfläche an. In früheren Jahrzehnten spielte die Eigenheimzulage eine wichtige Rolle für die Entscheidung, wie der Wohnraum genutzt wird. Und auch in der heutigen Zeit gibt es verschiedenartige Förderprogramme für die Wohnraumbeschaffung zur Eigennutzung. Dabei handelt es sich in der Regel um zinsgünstige Darlehen in Verbindung mit einem niedrigen Tilgungssatz.

Der Begriff Eigennutzung kann für alle Formen des Wohnungseigentums angewendet werden. So zum Beispiel auch für ein Ferienhaus, das sowohl von der Entstehung als auch von der Nutzung her als solches vorgesehen war. Während es zunächst ein gewerbliches Objekt war, kann es durch eine sporadische oder permanente Eigennutzung aus steuerlicher Sicht gänzlich anders geführt werden.

Zu Problemen kann in der Praxis die Eigennutzung dann führen, wenn bei einem vermieteten Objekt, sei es Haus oder Wohnung, ein so genannter Eigenbedarf geltend gemacht wird. Ein solcher Eigenbedarf ist quasi einer Eigennutzung gleichzusetzen, die sich im Nachhinein aufgrund neuer Gegebenheiten abzeichnet. Es gibt bestimmte rechtliche und tatsächliche Voraussetzung für einen solchen Eigenbedarf, der zu einer anschließenden dauerhaften Eigennutzung führen kann.

Und auch eine nachträgliche Änderung der Eigennutzung ist für den Eigentümer eine wichtige Überlegung. Denn wenn mit der anfänglich vereinbarten Eigennutzung bestimmte Finanzierungsvorteile verbunden waren, würden diese wegfallen mit dem Ergebnis, dass Vergünstigungen rückabgewickelt werden.

Und das dann zu Lasten des Eigentümers!

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