Einheitswert

Der Einheitswert wird als steuerliche Messgröße für den inländischen Grundbesitz, d.h. land- und forstwirtschaftliches Vermögen, Grundvermögen sowie der zum Betriebsvermögen beinhaltenden Grundstücke definiert und nach den Vorschriften der §§ 19 bis 56 sowie § 60 Bewertungsgesetz 1955 festgestellt. Seine Höhe wird vom Finanzamt berechnet und befindet sich meist deutlich unter dem Verkehrswert. Letzterer ist häufig dreimal so hoch.

Eingesetzt wird die Ermittlung des Einheitswertes im Besonderem, um eine einheitliche Besteuerungsgrundlage für Grundsteuer und Grunderwerbsteuer zu schaffen. Bis zur Aufhebung der Erbschafts- und Schenkungssteuer im Jahr 2008 diente er zudem zur Festlegung der Höhe dieser Steuern. Des Weiteren wird der Einheitswert als Basis zur Berechnung weiterer Abzüge und Beiträge eingesetzt, so z.B. für die Bestimmung der sozialversicherungsrechtlichen Beitragsgrundlagen bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben oder den gesetzlich vorgeschriebenen Hausversicherungen.

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