Einkommensnachweise

In der Finanzbuchhaltung gilt der Grundsatz: Keine Buchung ohne Beleg. Das trifft auch auf die Einkommensnachweise des Zahlungsempfängers zu, die für den Zahlungspflichtigen in identischer Weise die Buchungsbelege sind. Die Einnahme des einen ist die Ausgabe des anderen. Für ihn ist es der Ausgabennachweis, für den Zahlungsempfänger der Einnahme- oder Einkommensnachweis.

Jeder Bürger hat ein Einkommen, einmal abgesehen davon, von wem und in welcher Höhe er es erhält. Es gibt unterschiedliche Einkommensarten, und dementsprechend verschiedenartig sind auch die Einkommensnachweise.

Arbeiter und Angestellte, die monatlich Lohn oder Gehalt beziehen, erhalten als Einkommensnachweis die Gehaltsabrechnung. Sie wird vom Arbeitgeber erstellt und gibt Aufschluss über das Netto vom Brutto. Also inklusive aller Abgaben wie Steuern und Sozialbeiträge. Das gilt in gleicher Weise auch für alle Beamten.

Wer öffentliche Transferleistungen bezieht, erhält darüber Bewilligungsbescheide. Sie sind die Rechtsgrundlage für die jeweilige Leistung und dienen gleichzeitig auch als Einkommensnachweis. Aus ihnen geht hervor, wie sich die Zahlung errechnet, wie hoch sie letztendlich ist und für welchen Zeitraum sie gilt.

Etwas aufwändiger ist der Einkommensnachweis für Selbständige. Sie stellen dem Leistungsempfänger die erbrachte Leistung in Rechnung. Diese Rechnung wird durch Überweisung auf das Firmenkonto beglichen. Über dieses Firmenkonto werden alle Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben abgewickelt, inklusive der Privatentnahmen. Einkommensnachweise für Selbständige können die jährlichen Steuererklärungen sein, die Bilanz, oder bei Kleinunternehmen die einfache Einnahmen-Überschussrechnung. Das sind die Einkommensnachweise des Unternehmens. Da der Unternehmer für seinen Lebensunterhalt Einnahmen benötigt, entnimmt er sie dem Firmenkonto und überweist sie auf das Privatkonto. Hier ist der letztendliche Einkommensnachweis die private Einkommensteuererklärung, so wie sie unselbständige Angestellte auch abgeben.

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