Einverleibungsfähige Pfandurkunde (EPU)

Eine einverleibungsfähige Pfandurkunde ist eine Pfandurkunde welche beim Finanzierungsgeber unterfertigt und hinterlegt wird. Das Pfandrecht wird nicht grundbücherlich sichergestellt, berechtigt aber den Finanzierungsgeber, die grundbücherliche Sicherstellung jederzeit vorzunehmen. Weiters verpflichtet sich der Darlehensnehmer, sein Grundstück während der Darlehenslaufzeit weder zu belasten noch zu veräußern.

Die Vorteile bei dieser Variante sind vor allem, dass das Darlehen nicht im Lastenblatt des Grundbuches aufscheint. Für Außenstehende scheint diese Liegenschaft also lastenfrei. Weiters fallen die Eintragungsgebühren ins Grundbuch weg. Diese betragen 1,2 % des Kreditbetrages sowie der Nebengebührensicherstellung. Also insgesamt ca. 1, 2 % von 120 – 130 % des Kreditbetrages.

Einverleibungsfähige Pfandurkunden werden meist bei Baukrediten vergeben. Sie dient dem Finanzierungsgeber als Sicherheit für das laufende Darlehen. Allerdings stellen Eintragungsfähige Pfandurkunden für Finanzierungsgeber keinen so hohen Sicherheitswert dar und werden nur sehr selten vergeben.

Die besen Chancen haben Bankkunden mit guter oder sehr guter Bonität bei denen auch das Vertrauensverhältnis zwischen Kunden und Bank sehr hoch ist.

Die Vorteile für den Kunden liegen also klar auf der Hand. Keine offensichtliche pfandrechtliche Sicherstellung einer Hypothek, keine Eintragungsgebühren demzufolge auch keine Löschungsgebühren sollte das Darlehen einmal abbezahlt sein.

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