Euribor und die Kreditzinsen

Für das Verständnis dieser Fragestellung ist es zunächst einmal von Nöten, zu verstehen worum es sich beim EURIBOR handelt. Der EURIBOR, die so genannte Euro Interbank Offered Rate, ist der Zinssatz den Banken beim Handeln von Einlagen mit einer festen Laufzeit voneinander verlangen. Man unterscheidet hierbei in verschiedene Laufzeiten.

Wie hängen die beiden voneinander ab und welchen Zusammenhang gibt es hier?

Der EURIBOR ist demzufolge der Refinanzierungszinssatz für Kreditinstitue am Kapitalmarkt. Gibt nun also eine Bank ein Darlehen beziehungsweise ein Kredit aus, so muss sie sich das ausgegebene Kapital wiederum am Kapitalmarkt besorgen. Dies kann sie zu Konditionen tun, die dem EURIBOR entsprechen. Die Kosten für die Kapitalbeschaffung am Kapitalmarkt legt das Kreditinstitut wiederum auf den Kreditnehmer um. Um den ganzen Prozess, also die Dienstleistung der Kreditanstalt, wirtschaftlich zu machen berechnet die Bank dem Kunden noch eine Marge auf den EURIBOR. Diese setzt sich zusammen aus der Risikomarge und der Ertragsmarge. Summa summarum ergibt sich also folgende Gleichung für die Kreditzinsen:

  • EURIBOR+Ertragsmarge+Risikomarge=Kreditzins

Man kann aus dieser Gleichung also eindeutig den Zusammenhang zwischen EURIBOR und Kreditzins erkennen.

Für ein Unternehmen, dass sich Fremdkapital über ein Kreditinstitut besorgt ist es von entscheidender Bedeutung für welchen Zeitraum es das Fremdkapital benötigt. Demzufolge wichtig ist die Liquiditätsplanung des Unternehmens. Das aufgenommen Fremdkapital beschafft sich das Kreditinstitut, wie bereits erwähnt, am Kapitalmarkt über Einlagen mit festen Laufzeiten. Abhängig davon bekommt zunächst die Bank für die Refinanzierung und gemäß obiger Beschreibung der Kunde, unterschiedliche Konditionen für unterschiedliche Laufzeiten.

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