EURO-Kurs: Vorteile und Nachteile eines schwachen Euro

Prinzipiell werden Währungen wie Güter gehandelt und stehen dementsprechend in einem Wechselkursverhältnis.
Entschließt sich also ein Anleger aus dem Dollar Raum, eine bestimmte Summe in Euro anzulegen, so verändert er die Nachfrage im Euro Raum. Steigt also die Nachfrage nach Euro im Verhältnis zum Dollar, so steigt der Wechselkurs und man spricht von einem starken Euro. Fällt, im Gegensatz dazu die Nachfrage nach dem Euro, so verändert sich der Wechselkurs und fällt dementsprechend und man spricht von einer schwächeren Währung.
Zusätzlich entsteht eine schwache Währung auch durch die Geldmengenausweitung der EZB, da durch Geldexpansion, das Angebot sich bei gleichbleibender Nachfrage vergrößert.

Allerdings ist ein schwacher Euro nicht zwingend schlecht. Ein schwacher Euro kurbelt beispielsweise die Exportwirtschaft an, da Güter die im Euro Raum produziert werden in Amerika oder Asien günstiger, durch das Wechselkursverhältnis, zu erwerben sind. Somit steigt also die Nachfrage nach Euro, da Güter immer in der entsprechenden Währung bezahlt werden müssen. Folglich profitiert davon die Wirtschaft, Unternehmen und auch der Arbeitsmarkt wächst mit.

Andererseits, ist ein schwacher Euro hinderlich für den Import von Waren, wie beispielsweise Rohstoffen. Es entsteht sozusagen eine Gefahr einer importierten Inflation. Da vor allem Europa Rohöl importiert, würde dies bedeuten, dass im europäischen Raum, der Benzinpreis an der Tankstelle für den normalen Verbraucher stark ansteigt und dementsprechend auch Logistikunternehmen enorm darunter leiden müssen. Des Weiteren wird das Vertrauen des Anlegers in den Euro geschwächt, und daraus könnte ein weiterer Währungsabverkauf folgen mit dementsprechend weiteren Wechselkursverlusten.

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