Euro vs. Schweizer Franken: Euro soll dank Schweizer Nationalbank wieder steigen

Der Kurs des Euro wurde am Mittwoch vor allem durch die Nullzinspolitik der SNB, der Schweizer Notenbank, gestützt. Der Kurst stand am 3. August an der New Yorker Börse beo 1,4318 US-Dollar und somit nur geringfügig entfernt von dem zuvor erreichten Tageshöchstkurs von 1,4342 US-Dollar. Bevor die SNB eingriff, erfuhr der Euro im früheren Handel einen Einbruch auf 1,41147 US-Dollar, der Referenzkurs wurde von der EZB, der Europäischen Zentralbank mittags jedoch auf 1,43 US-Dollar festgesetzt, womit der Dollar 0,6993 Euro kostete.
Die Schweizer Notenbank hatte indes angekündigt, man wolle den Leitzins nahezu bei Null Prozent belassen, um den überbewerteten Schweizer Franken zu belasten. Dieses Vorgehen war auch vorerst von erfolg gekrönt.
Der in den letzten Wochen als Fluchtwährung genutzte Schweizer Franken war in der letzten Zeit immer auf neue Höchstkurse gegenüber Dollar und Euro gestiegen und gab nach dem Handeln der SNB deutlich nach.
Somit sei es der Schweizer Notenbank zumindest vorübergehend gelungen, den Euro etwas zu stützen, hieß es von Ulrich Wortberg, einem Devisenexperte der Landesbank Hessen-Thüringen. Ein nachhaltiger Erfolg wird von ihm jedoch eher kritisch gesehen, da nur direkte Interventionen am Devisenmarkt von Seiten der Schweizer eine Möglichkeit auf Erfolg versprechen könnten. Laut Wortberg sei der Euro aufgrund der problematischen Lage Italiens und Spanien weiterhin unter Druck, außerdem sorge die Abschwächung der Konjunktur in den Vereinigten Staaten von Amerika für eine zusätzliche Belastung.

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