Forderungsausfall

Die Forderung ist der Anspruch aus einer erbrachten Leistung heraus. Umgangssprachlich wird von einer Forderung gesprochen, wenn es sich um einen finanziellen Anspruch handelt. Die Lieferung oder Dienstleistung ist ordnungsgemäß erbracht worden. Als nächstes wird darüber dem Schuldner eine Rechnung ausgestellt. Sie hat bestimmte gesetzliche Erfordernisse und enthält auch ein Zahlungsziel. Entweder ist es rechtlich vorgegeben, oder es wurde vorher vereinbart.

Jetzt entsteht eine Forderung, die mit der Zusendung der Rechnung geltend gemacht wird. Der Rechnungsempfänger als Schuldner hat die Forderung zu begleichen. Und zwar zum Ausgleich dafür, dass er die vereinbarte Leistung vom Gläubiger erhalten hat. Das Bezahlen der Rechnung gehört zum abgesprochenen Geschäft, es wird damit praktisch abgeschlossen.

Wenn der Schuldner die Rechnung nicht bezahlt, besteht die Forderung nach wie vor. Es handelt sich dabei um eine offene Forderung, weil umgangssprachlich die Erledigung, also die Bezahlung noch offen ist. Es mag verschiedene Gründe geben, warum eine Forderung kürzere oder längere Zeit offen, also unbezahlt bleibt.
Und wenn dann letztendlich die Forderung nicht realisiert werden kann, handelt es sich um einen Forderungsausfall. Der Gläubiger muss die Forderung ausbuchen. Sie fällt weg, und er hat einen wirtschaftlichen Verlust.

Von Forderungsausfall wird auch vielfach im Bereich von Kfz- oder Haftpflichtversicherung gesprochen, und zwar im Zusammenhang mit einer Versicherung gegen dieses Risiko. Wenn ein Schadensfall eintritt, den der Schadensverursacher nicht begleichen kann, wäre das zunächst ebenfalls ein Forderungsausfall. Es besteht ein Rechtsanspruch, ohne dass er finanziell geltend gemacht werden kann. Die eigene Kfz- oder Haftpflichtversicherung kann zum Schutz gegen derartige Forderungsausfälle erweitert werden.

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