Franken Kredite: Häuslbauer sollten eventuell Bilanz ziehen

Von | 1. September 2012

Nach Statistiken der Österreichischen Nationalbank sind im Mai 2012 25,6 Milliarden Euro aushaftend für Fremdwährungskredite in Schweizer Fanken. Diese Summe wurde an Privathaushalte zur Finanzierung von Wohneigentum ausgeliehen und muß früher oder später zurückbezahlt werden.
Dahinter stecken viele kleine Häuslbauer, die an einen stabilen Franken Kurs und ein niedriges Zinsniveau in der Schweiz geglaubt haben. Keiner der beispielsweise 2004 sein Darlehen in Franken aufgenommen hat, hatte die Euro-Schuldenkrise und den Run auf die eidgenössische Währung auf der Rechnung. Der Schweizer Franken wurde zwischenzeitlich so stark, daß viele Darlehensnehmer zur Tilgung eine viel höhere Summe aufbringen müssen, als ursprünglich ausgereicht wurde. Der Zinsgewinn wird vom immensen Wechselkursrisiko überschattet.

Wie ist die Situation beim CFH-Kredit im Moment?
Der Euro/CHF Kurs wird durch Devisenkäufe der Schweizerischen Nationalbank auf konstant 1,20 gehalten. Klar ist, dass dieses Niveau für die Schweizer Wirtschaft keines von Dauer sein kann. Wird die Fixierung gelöst, gibt es zwei Szenarien. Die Erste: Der Schweizer Franken nähert sich seiner realen Kaufkraft an, die nach Expertenmeinungen bei zur Zeit 1,35 EUR/CHF liegt. Die Zweite: Die sich ziehende Euro Schulden Krise treibt die Leute weiterhin an ihr Geld in die Schweiz zu bringen. Dann könnten auch wieder paritätische Verhältnisse wie im Juli 2011 herrschen. Eine Grauenvorstellung für viele…

Was kann der einzelne Darlehensnehmer tun?
Zuerst ist wichtig Ruhe zu bewahren und zu überprüfen, wie hoch die individuellen Risiken sind. Zu welchem Kurs wurde das Darlehen eingekauft, wieviel muss momentan aufgebracht werden um es zurückzubezahlen? Wann ist der Puffer durch den Zinsvorteil aufgebraucht? Wann ist der nächstmögliche Ablösetermin für das Darlehen? Wie entwickelt sich die Ansparung auf dem Tilgungsträger? Reicht die Summe für die Tilgung aus? Können Sicherheiten aufgestockt oder Zinssätze angepasst werden?

Der Gang zum Bank- oder Vermögensberater ist sicherlich hilfreich und beruhigend ,in vielen Banken wurden spezielle Beratungsteams installiert. Aber auch verbraucherorientierte Tipps im Internet (www.frankenkredithilfe.at) oder Fremdwährungskreditrechner (www.wohnnet.at)geben Gewissheit.

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