Frankenkurs: Vorteile und Nachteile eines schwachen Schweizer Franken

Auch für Österreicher ist die Schweizer Wirtschaft immer ein interessantes Thema. Denn vom schwachen Franken profitiert nicht nur der Export und der Tourismus – auch der Detailhandel in der Schweiz erzielt eine Menge Vorteile dadurch. Der Einkaufstourismus fand eine gute Zeit lang nur einseitig statt, das bedeutet außerhalb der Schweiz. Dadurch dass der Euro etwas stärker ist, kaufen auch Ausländer wieder in der Schweiz ein, wenn die Frankenwerte sinken.

Das Klischee „Teures Inland, billiges Ausland“ trifft dann in diesem Fall nicht mehr wirklich zu. Denn bisher hab es nur den Einkaufstourismus der „reichen Schweizer“, die im Ausland zuschlugen. Nach aktueller Zahlungsbilanz, die sich auf das Jahr 2007 bezieht, gab die Bevölkerung der Schweiz im Ausland rund 2,6 Mrd. Franken aus. Ein Drittel aller Schweizer hat laut einer Studie von Coop Schweiz mehrmals Güter für das alltägliche Leben außerhalb der Schweiz eingekauft. Der Schweizer Handel schätzt, dass von dieser Zahl vor allem für Lebensmittel ein Großteil abgeht.

So spüren vor allem Ausländer die gestiegene Kaufkraft des Euros. Die Schweizer hingegen bemerken den Kaufkraftverlust des Frankens, wenn sie selbst ins nun teurerre Ausland reisen. Auch die Zinspolitik der SNB (Schweizer Nationalbank) kann den Frankenkurs meist nicht auf lange Sicht hin stärken. DIe Finanzplatz Währung, die einst viel härter war, verzeichnet seit einiger Zeit gerade gegenüber dem Euro nicht mehr wirklich so stark.

Kommentare

  1. Helmut 26. Juni 2011
  2. Horst Roider 30. Juni 2011
  3. Anonymous 18. September 2012

Hinterlassen Sie eine Antwort