Fremdwährungsdarlehen

Fremdwährungsdarlehen waren in Österreich eine richtige Spezialität. Kaum eine Finanzierung für den Hausbau hat es gegeben bei dem nicht die Finanzierung über ein Fremdwährungsdarlehen gemacht wurde. Banken haben den Häuslbauern einen Fremdwährungskredit als tolle Möglichkeit angepriesen ein Haus zu besonders günstigen Konditionen zu errichten.

Viele haben dabei die Risiken, die bei einem Fremdwährungsdarlehen auftreten können, ausgeblendet. Sehr oft wurde ein Fremdwährungsdarlehen in Schweizer Franken oder Japanischen Yen gemacht und dies noch dazu endfällig. Das bedeutet, dass während der gesamten Laufzeit lediglich die Zinsen bezahlt werden und am Ende der Laufzeit des Fremdwährungsdarlehens die gesamte Kreditsumme zurückbezahlt wird.

Doch es gibt hier 3 verschiedene Risiken bei so einem FX-Darlehen.

  • Zinsrisiko – die Leitzinsen der jeweiligen Fremdwährung erhöhen sich und es ergibt sich damit kein Vorteil mehr bei der Höhe der Zinsen zur Heimwährung.
  • Wechselkursrisiko – wenn der Kurs der Fremdwährung zur Heimwährung sich zum Nachteil des Kreditnehmers ändert, so erhöht sich dadurch für den Kreditnehmer die ausgeborgte Summe.
  • Tilgungsträgerrisiko – dieses Risiko ist wahrlich nicht zu unterschätzen bei jedem endfälligen Kredit. Dass  sich ein Tilgungsträger nicht so entwickelt wie man es sich erhofft hat, das hat sich wohl mit der Finanzkrise ab bzw. um 2008 gezeigt. Hier passierte es, dass die Tilgungsträger, in denen die Kreditnehmer fleißig und regelmäßig einbezahlt haben, mit einem Schlag um -20, -30 und mehr Prozent zurückgingen und damit die Fremdwährungsdarlehen deutlich unterdeckt waren.

Auf Grund dieser 3 Risiken die dem kleinen Häuslbauer betreffen können, wurde das Fremdwährungsdarlehen in Österreich nahezu verboten, um die Häuslbauer vor soviel unkalkulierbaren Risiko zu schützen. Es gibt nur noch wenige Ausnahmen, dass ein Konsument doch noch ein Fremdwährungsdarlehen bekommen kann.

Keine Antworten

Hinterlassen Sie eine Antwort