Fremdwährungskredit – Was ist ein Fremdwährungskredit?

Ein Fremdwährungskredit bedeutet die Aufnahme eines Kredits in einer fremden, also nicht der eigenen, Währung. Hierbei kann es durch Änderungen der Wechselkurse zur Vermehrung oder auch zur Verminderung des bei der Bank aufgenommenen Betrages kommen.
Wer einen Kredit in fremder Währung aufnimmt, sollte sich unbedingt mit der wirtschaftlichen Entwicklung und den sich daraus ergebenden Währungsschwankungen des Landes befassen, aus dem die Währung stammt.
Das Verhältnis der Währungen zueinander wird als Wechselkurs bezeichnet. Steigt der Wechselkurs der Kreditwährung, kann der Kreditnehmer einen Gewinn verzeichnen, umgekehrt muss er einen Verlust verbuchen, wenn der Wechselkurs fällt. Der Zins für die fremde Währung errechnet sich aus dem Referenzzinssatz und einem Aufschlag dazu.
Ganz besonders beliebt ist diese Art der Kredite in Österreich.Ein solcher Kredit wird hier endfällig aufgenommen,d.h. Zinsen werden nur während der Laufzeit gezahlt, getilgt wird bei Laufzeitende. Eine Anlage in Wertpapieren zum Ansparen des Kreditbetrags, die durch Kursgewinne die Kosten des Kredits reduzieren soll, ist natürlich auch risikoreich.
Im November 2008 wurde in Österreich schon jeder dritte Kredit in fremder Währung aufgenommen, 2009 stammte jeder zweite Fremdwährungskredit in den Ländern der Eurozone aus Österreich. Die Finanzmarktaufsicht erließ daraufhin eine Empfehlung, die die Vergabe von Fremdwährungskrediten an hohe Anforderungen knüpft. Bis auf wenige Ausnahmen macht der Mindeststand vom 22/03/2010 Fremdwährungskredite für Privatpersonen unmöglich.

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