Fremdwährungskredite: Zeit für den Worst Case

Fremdwährungskredite sind eine der Hauptrisiken des Finanzmarktes in Österreich. Neue Abschlüsse sind zwar zurückgegangen, doch da der Schweizer Franken in den letzten Jahren um 24 Prozent gegenüber dem Euro aufgewertet wurde, ist die Verschuldung der österreichischen Haushalte trotzdem um drei Prozent gestiegen. Bei den gesamten Krediten liegen Fremdwährungskredite in Franken oder Yen bei einem Drittel.
Da bei den meisten Fremdwährungskrediten am Anfang nur die Zinsen zurückgezahlt werden und am Ende der Laufzeit das Darlehen durch einen Tilgungsträger, eine Lebensversicherung oder Ähnlichem beglichen wird, gibt es keine Statistik, wie viele dieser Kredite bereits Notleidend sind. Die Zahl der sogenannten „faulen Kredite“ ist um 3,2 Prozent gestiegen.
Fachleute raten den privaten Haushalten derzeit noch vor schnellen Umwandlungen der Fremdwährungskredite in normale Kredite ab, da die Verluste sehr hoch sein könnten. Man sollte sich aber mit seiner Bank beraten und vereinbaren, wie hoch der Franken noch steigen muss, damit doch umgewandelt wird.
Nicht nur in Österreich, auch die Kreditqualität in Osteuropa hat sich stark verschlechtert, dort sind bereits 6,5 Prozent der Kredite Notleidend.
Österreichische Banken liegen in Osteuropa bei einem Volumen von 80 Millionen Euro, bei den vergebenen Krediten. In Osteuropa gibt es auch keine Tilgungsträger wie eben unsere Lebensversicherungen.

via: http://derstandard.at/1308186652513/Fremdwaehrungskredite-Plaene-fuer-das-Worst-Case-Szenario

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