Gehaltsvorschuss – wie sollte man vorgehen, um beim Chef einen Gehaltsvorschuss anzufragen?

Im Prinzip hat man innerhalb Österreich keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Gehaltsvorschuss vom Chef. Es ist allein die Entscheidung des Vorgesetzten, ob er einem diese gewährt. Hierzu ist es wichtig, dass man nicht nur bisher gute Leistung erbracht hat, sondern dass man den Chef auch überzeugen muss, dass man die Arbeit auch in Zukunft gut erledigen wird. Somit gehört auch immer etwas Vertrauen dazu.

Mit einem Vorschuss wird man in jedem Fall viele Zinsen und Gebühren gegenüber eiem Bankkredit sparen. Der Chef wird, ein weiterer Vorteil, auch keine Sicherheiten verlangen, außer dass man in kommender Zeit gute Arbeit abliefert. Allerdings kann genau dies auch eine Stolperfalle werden, nämlich dass man sich in eine Art Abhängigkeit begibt und ein gespanntes Verhältnis entsteht. Wenn dies vorher schon besteht, so sollte man, sofern es möglich ist, auf einen Gehaltsvorschuss verzichten. Meist ist es nicht möglich, von „jetzt auf gleich“ den Job zu kündigen. Ein weiterer schwieriger Punkt ist, dass der Chef natürlich wissen möchte, wofür der Vorschuss benötigt wird. Es ist nicht unbedingt empfehlenswert, wenn man ihm von privaten oder gar finanziellen Problemen erzählt. Meistens wird ein Gehaltsvorschuss gleich drei Monate im Voraus erteilt. Daher sollte man sich sehr gut überlegen, ob man wirklich so lange ohne weiteres Gehalt auskommen wird. Mit einem Liquiditätenrechner oder einem Haushaltsplan kann man dies für sich selbst genau durchrechnen.

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