Geldwäsche – Was ist Geldwäsche?

Geldwäsche oder Geldwäscherei bezeichnet Einschleusung von Geld, das illegal erwirtschaftet wurde.

Das Geld soll durch Transfer in den legalen Wirtschaftskreislauf „gewaschen“ werden. Illegales Geld entsteht durch Drogen- und Waffenhandel oder Steuerhinterziehung. Der Transfer verschleiert die Herkunft des Geldes. Genutzt werden Spielbanken, Pferderennen oder wiederveräußerbare Wertgegenstände. Die Einschleusung erfolgt in kleinen Teilbeträgen. Die Verschleierung der Herkunft des Geldes geschieht durch viele große und kleine Transaktionen zum Beispiel durch Scheingeschäfte, Scheingesellschaften oder über Strohmänner. Mit dem gewaschenen Geld werden rechtmäßige Geschäfte getätigt, zum Beispiel Immobilien und Firmenanteile erworben oder Lebensversicherungen abgeschlossen. Die Geldwäsche ist eine Straftat und wird meist in Verbindung mit der Organisierten Kriminalität verfolgt. Zwischen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung besteht jedoch selten ein Zusammenhang.
Das „Know your customer“-Prinzip ist ein wesentliches Element zu Verhinderung von Geldwäsche. Bestimmte Organisationen wie Banken, Versicherungen oder Anwälte werden angehalten Kunden einer Legitimationsprüfung zu unterziehen. Besonders Banken müssen sorgfältig arbeiten und jeden Kunden vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung dessen Plausibilität erfragen. Zusätzlich ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Banken und sonstige Finanzdienstleister Konten und Transaktionen auf Geldwäscheverdacht überwachen. Jede Versicherungsgesellschaft und jede Bank ist verpflichtet bei Verdacht Anzeige zu erstatten. Auch Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Notare sind zur Anzeige verpflichtet, außer bei reinen Rechtsberatungen. Verdächtig sind folgende Aktionen: das Führen vieler Konten, hohe Bareinzahlungen oder die Akzeptanz schlechter Konditionen bei einer Geldanlage. Kriminelle Geldwäscher führen auch häufig große Geldbeträge mit sich oder lagern diese.

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