Gemeinde Schulden in Österreich

Die Gemeinden in Österreich verschulden sich zunehmend, dennoch weigert sich der Gemeindebund strikt gegen mögliche Reformmaßnahmen, beispielsweise die Zusammenlegung von mehreren kleinen Gemeinden. Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer ließ verlauten, die Gemeinden würden der Zusammenlegung von Gemeinden, die von oben verordnet worden sei, eine Absage erteilen, die vollkommen klar sei, auch da die Zusammenlegungen von kleinen Gemeinden nicht automatisch mit großen Einsparungen einhergehen würden.
Es sei zwar notwendig, dass die Gemeinden besser und enger zusammenarbeiten müssten, das erwähnte Einsparpotential, dass bei einer Milliarde Euro liegen soll, sei im Gemeindebereich gar nicht zu finden, die Verwaltung müsse schon zweimal abgeschafft werden, um das umzusetzen, hieß es von Mödlhammer. Man werde als Gemeinde überlegen, wo Einsparungen möglich seien, außerdem werde sich um effizientere Arbeit bemüht, was aber bei immer neuen Belastungen durch den Bund nur schwer umzusetzen sei.
Die Gemeinden Österreichs stehen dabei unter einem stetig wachsenden finanziellen Druck, da siebzig Prozent der Gemeinden als überschuldet gelten und sich die Schulden insgesamt auf etwa elf Milliarden Euro belaufen, mit steigender Tendenz. Dazu gesellen sich nochmals Schulden von 6,3 Milliarden Euro, wobei die Pro-Kopf-Verschuldung mit etwa 2300 Euro in Niederösterreich am höchsten ist.
Dabei sind vor allem kleine Gemeinden mit weniger als 2500 Einwohnern im Schnitt deutlich höher verschuldet als größere, weshalb Experten zur Zusammenlegung selbiger raten.

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