Immobilienkredite werden teurer durch EU?

Es klingt nicht gut, was hier auf die Banken in Österreich und Deutschland zukommt. Das Ergebnis wäre nämlich, dass die Immobilienkredite in diesen beiden Ländern anders besichert werden müsste, als es im Moment der Fall ist. Die EU-Kommission will bis ca. 2013 die Kapitalunterlegungspflichten der Banken bei der Vergabe von Immobilienkredite verändern. Bisher waren diese noch bevorzugt und das bedeutete für die Banken, dass diese Immobilienkredite nur zur Hälfe des üblichen Eigenkapitals hinterlegt werden mussten. Damit konnten die Banken, dies speziell in Deutschland und in Österreich, Immobilienkredite deutlich günstiger ausgeben.

Durch die in den USA, Spanien und anderen Ländern vorgekommene Immobilienkrise in den letzten Jahren, rief die EU zur Vorsicht auf! Die EU will nun zur Sicherung der Eigenkapitalstruktur die Bevorzugung zur Besicherung von Immobilienkrediten abschaffen, da die Banken letzendlich wieder schwächen und zu einer Gefahr werden können durch schlecht besicherte Immobilienkredite.

Was gut gemeint ist, ist für zukünftige Häuslbauer alles andere als gut! Diese könnten schon sehr bald mit höhere Kreditzinsen für Immobilienkredite konfrontiert sein.

Die Vertreter der heimischen Bankenlandschaft argumentieren, dass die Immobilienkredite in Großbritannien und anderen EU-Ländern doch deutlich von den Immobilienkrediten in Österreich und Deutschland abweichen. Bei uns ist es so, dass die Belehnung von Immobilien nur grundvernünftig gemacht werden dürfen. Das bedeutet bis zu 60 % des Immobilienwerts (bei Bauspardarlehen bis zu 80 %), in Großbritannien z. B. aber bis zu 100 %! Alleine dadurch ergibt sich schon mal eine höhere Unterlegung der angelsächsischen Banken.

Aus heutiger Sicht muss man jedoch davon ausgehen, dass die Kreditzinsen für Immobilienkredite ab 2013 steigen werden. Wohl nicht um das Doppelte, aber doch wohl um rund 2 %.

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