Insolvenzantrag

Die österreichische Rechtsordnung unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Insolvenzverfahren. Einerseits das Ausgleichsverfahren, nach der Ausgleichsordungung und andererseits das Konkursverfahren, nach der Konkursordnung. Die Voraussetzung zur Konkurseröffnung ist, dass der Schuldner zahlungsunfähig ist. Die Zahlungsunfähigkeit ist anzunehmen, wenn der Schuldner die Zahlungen einstellt. Liegen die Voraussetzungen zur Konkurseröffnung vor, kann der Schuldner statt der Konkurseröffung ein Ausgleichsverfahren beantragen.

Unternehmenskonkurs:

Der Schuldner ist innerhalb von 60 Tagen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung verpflichtet einen Antrag auf Eröffungung eines Insolvenzverfahrens zu stellen. Die außergerichtliche Sanierung ist ein privatrechtlicher Vertrag zwischen Schuldner und Gläubigern. Es müssen alle Gläubiger mit der Einigung einverstanden sein. Kommt es zu einem sochen Vertrag, fallen keine Gerichtsgebühren an und die Zahlungsunfähigkeit wird nicht veröffentlicht.
Hat ein Gläubiger einen Antrag auf Konkurs gestellt hat der Schuldner noch die Möglichkeit bis zur Eröffung des Konkurses einen Ausgleichsantrag zu stellen. Wurde das Konkursverfahren bereits eröffnet, ist es dafür zu spät. Der Schuldner kann in einem solchen Fall einen Antrag auf Zwangsausgleich einbringen.

Privatkonkurs:

Beim Privatkonkurs besteht ebenfalls die Möglichkeit eines außergerichtlichen Ausgleichs. Der Schuldner bietet den Gläubigern Ratenvereinbarungen an. Stimmen alle Gläubiger zu und die Ratenverpflichtungen werden erfüllt ist dies eine unbürokratische Lösung ohne Verfahrenskosten. Scheitern diese Bemühungen, wird beim Bezirksgericht das Schuldenregulierungsverfahren eröffnet.

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