Kapitalflucht

Von Kapitalflucht spricht man, wenn plötzlich große Geldsummen von einem Land ins Ausland transferiert werden. Erreicht eine Kapitalflucht große Ausmaße, so droht der Volkswirtschaft erheblicher Schaden.

Gründe für Kapitalflucht gibt es mehrere: Droht in einem Land eine hohe Inflation, so transferieren Vermögende ihr Geld ins Ausland, um den Wert zu sichern. Meist steht die Kapitalflucht aber in direktem Zusammenhang mit neuen Steuergesetzen. Das Geld wird ins Ausland transferiert, meist in Niedrigsteuerländer, um dieser neuen Steuer zu entgehen. In Österreich wird beispielsweise in der Debatte um die Einführung einer Vermögenssteuer immer wieder vor einer Kapitalflucht gewarnt.

Zu einer besonderen Form der Kapitalflucht kommt es bei Kriegen, staatlicher Verfolgung oder Naturkatastrophen, wenn viele Menschen aus einem Land flüchten und ihr Geld ins Ausland mitnehmen. In Österreich war dies bei der Judenverfolgung nach der Machtübernahme Hitlers im Jahr 1938 der Fall.

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