Kein Kredit, dafür Anleihe

Aktuell wird auf europäischer Ebene stark über Basel 3 debattiert. Das Reformpaket war bereits im vergangenen Jahr sehr stark im Gespräch. Das Reformpaket sieht eine höhere Eigenkapitalbasis bei Banken und Kreditinstituten vor. Mit dem Reformpaket Basel 3 sollen zukünftige Finanzkrisen vermieden werden.
Die Gegner von Basel 3 befürchten, dass Banken und Kreditinstitute aufgrund des höheren Eigenkapitalanteils mit höheren Zinsen rechnen müssen als bisher. Kredite müssen bei dem Reformpaket Basel 3 mit mehr Eigenkapital unterlegt werden. Die Banken müssen dem entsprechend höhere Margen erzielen um die gleiche Rentabilität hervorrufen zu können. Experten gehen davon aus, dass die Zinsen um ca. 0,2% steigen werden.
Darüber hinaus soll auch das Kreditausfallrisiko künftig in einem höheren Maß berücksichtigt werden, ebenso sollen ausgiebige Kunden Stress-Tests das Ausfallrisiko deutlich reduzieren.
Darüber hinaus gelten mit der Reform Basel 3 neue Liquiditätsregeln. Anleihen und Kredite müssen künftig an die Refinanzierungsstruktur der Bank angepasst werden. Dies soll vor allem die Fähigkeit der Banken zur Fristentransformation einschränken.
Aufgrund dieser und weiterer Unsicherheiten hat die Anleihe deutlich an Zuspruch gewonnen. Kapitalmarktbasierende Fremdfinanzierungen haben speziell auf dem Österreichischen Markt schon immer eine bedeutende Rolle gespielt. Ein besonders großer Vorteil bei der Anleihe ist, dass in der Regel keine Sicherheiten nachgewiesen werden müssen.
Besonders die Rolle der High Yield Bonds wird sich künftig verändern. Unternehmen und Privatpersonen Bonitäten werden es in Zukunft sehr schwer haben einen Kredit zu bekommen. Die so genannten High Yield Bonds werden einen Boom erleben, hier besteht der Vorteil in der flexiblen Vertragsgestaltung. Anleihen sind in Bezug auf die Transaktionskosten zwar immer noch teurer als ein Kredit, jedoch sind die Preise erheblich gesunken.

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