KMU Kredit in Österreich: Förderung, aber nur bei bestimmten Vorgaben

Der EU-Rechnungshof in Brüssel fordert konkretere Vorgaben für die Kreditförderung der EU für Mittel- und Kleinbetriebe. Die Rechnungsprüfer veröffentlichten in Brüssel am Mittwoch den von ihnen angefertigten Bericht zur Wirksamkeit der KMU-Bürgschaftsfazilität. Mit diesem Instrument, das vom Europäischen Investitionsfonds im Auftrag der EU-Kommission verwaltet wird, sollen Kreditinstitute mehr Anreize geben werden, Fremdfinanzierung für kleine und mittelgroße Unternehmen durchzuführen. Dies soll geschehen, indem Bürgschaften offeriert werden, welche das Risiko der Bank vermindern sollen.
Der Bericht des EU-Rechnungshofes empfiehlt neben anderen Maßnahmen, dass die EU-Kommission in der Zukunft die Zielvorgaben für das angesprochene Finanzinstrument deutlich konkretisieren solle, außerdem solle die Kommission ausreichende Maßnahmen ergreifen, um so genannte „Mitnahmeeffekte“ in so geringem Maße wie möglich zu halten, heißt es in dem Bericht.
Gerade in Bezug auf diese „Mitnahmeeffekte“ legte der Rechnungshof der EU dar, dass die Analyse der erfassten Kredite, die als Stichproben kontrolliert wurden, ergeben habe, dass zumindest ein Drittel der an die Klein- und Mittelbetriebe vergebenen Darlehen auch ohne eine durch die Öffentlichkeit finanzierte Unterstützung die Möglichkeit hätten bekommen können, eine erforderliche Finanzierung zu erhalten. Zudem sei ersichtlich, dass nur zwölf Prozent dieser Betreibe, die mit Krediten versorgt wurden, selbige auch für innovative Investitionen verwendet hätten. Der Bericht empfiehlt zudem, man solle ein Bewertungssystem einführen, mit dem Antragsteller verglichen werden könnten, da es aktuell keine Mindestanforderungen und kein Bewertungssystem für Kreditvermittler gebe.

Siehe auch auf DerStandard.at: http://derstandard.at/1304553964337/EU-Rechnungshof-Konkretere-Vorgaben-bei-KMU-Kredit-Foerderung

Eine Antwort

  1. grigore 29. Juli 2011

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