Kollektivvertrag

Ein Kollektivvertrag wird zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geschlossen und regelt die Arbeitsbedingungen für eine ganze Branche. Verhandelt wird der Kollektivvertrag zwischen der Gewerkschaft, als Vertreterin der Arbeitnehmer und der Wirtschaftskammer, als Vertreterin der Arbeitgeber. Geregelt wird im Kollektivvertrag nicht nur der Mindestlohn für die Mitarbeiter, sondern auch Kündigungsfristen, Arbeitszeiten und Ähnliches.

Unternehmen der betroffenen Branchen dürfen mit ihren Mitarbeitern eigene Verträge abschließen, wobei die Regelungen des Kollektivvertrags als Mindeststandard gelten. Wird ein höherer Lohn, als im Kollektivvertrag festgelegt vereinbart, so spricht man für Überzahlung.

Die Kollektivvertragsverhandlungen der einzelnen Branchen beginnen jedes Jahr im Herbst und werden von den österreichischen Medien ‚Herbstlohnrunde‘ genannt. Traditionell wird zu Beginn der Verhandlungen der Kollektivvertrag der Metaller verhandelt. Mit großer Spannung werden im Anschluss die Kollektivvertragsverhandlungen für die Handelsangestellten verfolgt.

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