Kredit endfällig

Kredit endfällig – Was ist ein endfälliger Kredit sowie die Vor- und Nachteile dessen

In der Regel ist es bei einem Kredit so, dass man eine bestimmte Summe aufnimmt und diese dann Monat für Monat zurückzahlt. In der Rate sind sowohl die Zinsen als auch die Tilgung enthalten, und am Ende der Laufzeit ist der Kredit dann mit der letzten Rate zur Gänze ausbezahlt.

Bei einem endfälligen Kredit verhält es sich anders: Hier wird das geborgte Kapital am Ende der Laufzeit, also „endfällig“ zurückbezahlt. Während der Laufzeit bezahlt der Kreditnehmer hier nur die Zinsen, in der Regel monatlich oder quartalsweise, das ist Vereinbarungssache.

Um aber über das notwendige Kapital zu verfügen, schließt man bei der Kreditaufnahme einen sogenannten Tilgungsträger ab: Das kann eine Lebensversicherung oder ein Fondssparplan sein. Das Ziel ist auf jeden Fall, so viel Geld damit anzusparen, dass man den Kredit zur Gänze abdecken kann. Und genau hier lauern die Gefahren: Niemand kann die Entwicklungen am Kapitalmarkt voraussagen, und niemand kann abschätzen, ob der Betrag, den man heute monatlich in eine Lebensversicherung einbezahlt, genug Gewinn bringen wird, um das Geld zur Deckung der Kreditverbindlichkeit vollständig aufbringen zu können.

Daher „überspart“ man den Tilgungsträger in der Regel: Man berechnet, mit welcher monatlichen Einlage die Kreditsumme voraussichtlich angespart werden wird können und legt dann noch einmal 20 oder 30 % dazu, um wirklich abgesichert zu sein. Dieses Modell war vor allem bei Fremdwährungskrediten sehr beliebt, nachdem aber zurzeit keine vergeben werden, sieht man endfällige Kredite eher selten. Durch die Aktiensteuer von 25 % ab 2011 werden auch die Ertragschancen bei diesen endfälligen Tilgungsträgern geringer – dadurch kann sich leichtens wieder eine Unterdeckung ergeben und die Kreditnehmer von endfälligen Krediten wieder vor neuen Herausforderungen stellen.

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