Kredit für Millionäre?

Richard Schmitt berichtet unter der Überschrift „Garagen-Projekt: Zinsenfreier Kredit für Millionäre?“ in der Kronen Zeitung vom 20.06.2011 (ttp://www.krone.at/Wien/Garagen-Projekt_Zinsenfreier_Kredit_fuer_Millionaere-Wirbel_in_Wien-Story-268781) über eine aktuelle Recherche der „Krone“. Derzufolge soll ein zinsfreies Darlehen in Höhe von 5,53 Millionen Euro Steuergeld, welches der Garagenbaufirma „HH59“ zugesprochen wurde, hauptsächlich bekannten Millionären und Immobilienspekulanten nutzen.
So handle es sich bei dem geplanten Garagenbau keineswegs um eine „Volksgarage“, die den Anrainern zu Gute komme, wie es von Seiten der Stadt dargestellt wird. Vielmehr diene er hauptsächlich der Wertsteigerung der „Magnat Real Estate“, einem Wohnprojekt der „Magnat“. Auffällig seien zudem die Verbindungen zwischen der Garagenbaufirma, „HH59“, welche nur für dieses Vorhaben gegründet wurde, und „Magnat“. Demnach sei Friedrich Lind neben seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat von „Magnat“ auch Geschäftsführer der „HH59“, um nur ein Beispiel zu nennen.
Mittlerweile interessiere sich auch das Bundesdenkmalamt für die umstrittene Garage, denn es wird vermutet, an dem geplanten Bauort habe sich eine Legionsziegelei befunden, derzeit untersuche man diesbezüglich Archivmaterialien, erste Bohrungen seien für den Sommer geplant. Diese Funde würden aber nicht das Scheitern des Projektes bedeuten, sondern allenfalls eine Verzögerung bewirken. Sollten tatsächlich gut erhaltene Fundstücke zutage gefördert werden, so brächte man diese ins Museum.

Hinterlassen Sie eine Antwort