Kredit für Selbstständige (Neugründer)

Selbständige haben es schwer einen Kredit zu bekommen. Insbesondere dann, wenn man erst am Sprung in die Selbstständigkeit ist und man außer einer guten Idee besonders kein Geld hat. Hier sind die Banken sehr misstrauisch und zurückhaltend einen Kredit für Selbstständige zu vergeben. Warum ist das so, dass ein Privater viel einfacher einen Kredit zugeteilt bekommt, verglichen zu einem Unternehmer der sich selbstständig machen will?

Kreditkriterien machen den Unterschied aus

Die Antwort findet sich in den Kreditkriterien die bei einer Kreditvergabe herangezogen werden. Der Sachbearbeiter des Kredits prüft die Person die den Kredit beantragt und beurteilt auch Ihre Geschäftsidee bzw. das Unternehmen selbst. Diese Beurteilung ist natürlich wesentlich komplexer als das Kreditumfeld eines Privaten zu prüfen. Bei einem Unternehmer ist das Risiko des Kreditausfalls wesentlich höher, denn neben dem Floppen der Geschäftsidee ist die Krankheit des Unternehmers meist gleichbedeutend mit der Aufgabe des Geschäfts und damit einem Kreditausfall. Banken müssten hier Weitsicht, Vertrauen und viel unternehmerisches Verständnis mitbringen bei der Vergabe von Krediten für Selbstständige und das sind nur wenige bereit dieses aufzubringen. Daher versuchen die Banken sich bei der Kreditvergabe an Neugründer eher zurückzuhalten und achten hier auf eine kritische Begutachtung des Kreditantrags. Nur wenige Neugründer sind in der glücklichen Lage tatsächlich dann auch einen Kredit zugesprochen zu bekommen und wenn doch, dann meist zu horrenden Konditionen.

Dieses Problem haben fest eingesessene Unternehmen nicht, denn diese erhalten meist Kreditkonditionen die 2-4 % unter den Kreditzinsen von Privaten liegen. Warum hier die Kreditzinsen niedriger sind? Nun, diese Unternehmen haben schon viele Jahre hinter sich, haben wohl auch mehr Sicherheiten und sicherlich auch schon sehr enge Verbindungen zu ihrer Hausbank.

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