Kredit, Geld & Griechenland

Die derzeitige Krise um den Euro, insbesondere mit der Situation in Griechenland, ist bisher beispiellos. Dennoch gibt es einige die diese Situation mit dem Mythos um Sisyphos vergleichen. In dieser Geschichte versucht Sisyphos einen Stein den Berg hinauf zu rollen, der ihm kurz vor dem Gipfel immer wieder entgleitet. Vergleichbar vielleicht mit den vielen Euros, die schon nach Griechenland getragen wurden und doch nicht ans Ziel führten.

Und das wo die Griechen doch als die Erfinder des Geldes, der Banken und der Schulden gelten. Ab 600 v. Chr. tauchten im Stadtstaat Athen die ersten Münzen auf. Bereits damals trugen sie den Namen „Drachmen“. 30.000 Sklaven schufteten damals in den Silberminen von Laureion, nahe Athen, um für immer neue Münzen zu sorgen.

Schon im fünften Jahrhundert verbreitete sich die Drachme nach Ägypten, Syrien und Persien, da die Athener schon damals regen Handel über das Mittelmeer betrieben. Diese Handelsmöglichkeiten nutzten sie auch um für verschiedenste Waren deutlich mehr Geld auszugeben als einzunehmen. Auch das kommt einem nicht unbekannt vor.

Letztendlich waren es freigelassene Sklaven, die um 400 v. Chr. den Berufsstand der Bänker begründeten. Der wohl Bekannteste unter ihnen war Pasion der das Geldgeschäft von seinem Herrn, einem Geldwechsler lernte und nach dessen Tod die Geschäfte von ihm übernahm. Mit der Gründung eines eigenen Bankhauses gilt er damit wohl auch als erster Bänker überhaupt.
Und standesgemäß übergab Pasion bereits zwei Jahre vor seinem Tod seine Bankgeschäfte auch wieder an seinen Sklaven.

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