Kredit Japan: Gibt es noch den Yen Kredit?

Ein Fremdwährungskredit ist in Österreich nicht immer wirklich anerkannt und die FMA (Finanzmarktaufsicht) rät Banken, dass diese Fremdwährungskredite nicht mehr gewähren und falls doch, nur unter zahlreichen Auflagen. Dennoch sind es nicht nur die österreichischen Verbraucher, die sich vor den großen Einsparpotenzialien fürchten. Es gibt auch viele Banken, die sich nur spärlich mit Darlehen in japanische Yen-Währung oder andere Fremddarlehen kümmern. Das Risiko besteht natürlich in den Veränderungen des Wechselkurses – dies besteht selbstverständlich immer. Dazu kommt das Zinsrisiko und da viele Yen Kredite auch noch endfällig sind, auch das Risiko des Tilgungsträger, dass dieser nicht die erwartete Performance liefert.

Attraktiv ist bei Japan Krediten in Yen, dass die Konditionen sehr verlockend sind. Dennoch ermöglichen derartige Konditionen auch immer neue Ansichten. Denn ein japanischer Kredit in Yen, der zum Beispiel einen Gegenwert von 100.000 Euro besitzt, kann innerhalb 20 Jahren mit einer Rate von ca. 500 Euro pro Monat ohne große Probleme getilgt werden. Mit derselben Belastung ist auch für einen Kredit in Euro zum Beispiel viel mehr Zeit erforderlich. Die kompletten Kosten sind somit besonders unterschiedlich. Während bei einem Kredit in Euro die Gebühren für die Bearbeitung und andere Extras sowie natürlich auch die Laufzeit mit Kosten von etwa 115.000 Euro Zinsen anfallen, gibt es in japanischen Yen ca. 30.000 Euro Zinsen.

In den 90er Jahren und auch in den Jahren 2000 bis ca. 2008 schlossen noch zahlreiche Häuslbauer Yen-Kredite ab. Japan ist jedoch nur eine der vielen verschiedenen Optionen, die man als österreichischer Kreditnehmer hatte. Noch viel mehr haben einen Kredit in Schweizer Franken aufgenommen – diese leiden im Moment am Wechselkurs des Schweizer Franken, welcher im Moment bei rund 1,3 liegt (bei Abschluss lag dieser wohl bei 1,5 bzw. 1,6).

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