Kredit kündigen

Wenn man in Österreich einen Kreditvertrag mit einem Kreditinstitut oder einer Bank besitzt, so sollte im Vertrag eine besondere Kündigungsklausel enthalten sein, nämlich das so genannte vertragliche Kündigungsrecht. Wenn man diese Passage im Vertrag nicht finden kann, so wird im Falle einer Kündigung – nach österreichischem Gesetz – der Kredit, der vertraglich abgeschlossen wurde, zu den vereinbarten Zeiten in Raten fällig. So gibt es ausschließlich nur ein Kündigungsrecht für beide Parteien, wenn entweder eine Vertragsverletzung geschieht oder auch ein Vermögensverfall eintritt.
Eine Bank in Österreich kann einen bereits laufenden Kredit nicht so einfach kündigen, dennoch sind im Grund Kreditkündigungen aus speziellen Gründen immer möglich. In der Regel geben die Kreditinstitute und Banken dem Kreditnehmer dann eine bestimmte Zeitspanne, in der alle offenen Beträge zurückzuzahlen sind. Die Bank hat hierbei auch das Recht, den gesamten Betrag auf einmal vom Kreditnehmer einzufordern. Daher ist eine Kündigung immer ein Risiko. Man sollte bei finanziellen Problemen immer zunächst mit der Bank über Lösungen sprechen.

Eine weitere Möglichkeit ist die so genannte Umschuldung auf eine dritte Person. Dies ist allerdings eine sehr teure Angelegenheit, da sie mit vielen Extragebühren verbunden ist, wie zum Beispiel der Namensänderung im Grundbuch und in anderen Dokumenten, die beim Vertrag des Kredits eine Rolle spielen. Wenn man auch dies nicht irgendwie realisieren kann, so gibt es nur die Möglichkeit, in eine private oder auch eine Unternehmensinsolvenz zu gehen.

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