Kredit mit Bürgen

Kredit mit Bürgen – was ist ein Bürge und was hat der Bürge mit einem Kredit zu tun?

Nimmt man einen Kredit auf, so ist die Bank natürlich höchst interessiert daran, dass die monatlichen Zahlungen auch tatsächlich erfolgen werden. Ab einer gewissen Kreditsumme – die Beträge sind hier von Institut zu Institut unterschiedlich – verlangt die Bank Sicherheiten, die sie bei einem Kreditausfall verwerten kann, zum Beispiel ein Grundstück. Kann der Kreditnehmer jetzt keine Sicherheiten vorweisen, so gewährt die Bank nur dann einen Kredit, wenn ein Bürge beigebracht wird, der die Mithaftung für die Verbindlichkeit übernimmt. Es gibt grundsätzlich vier verschiedene Arten der Bürgschaft: Man kann als „Bürge und Zahler“ haften, es gibt die „normale“ Bürgschaft, die Ausfallsbürgschaft und die Bürgschaft im Fall einer Ehescheidung.

Als häufigste Variante wird man die des „Bürge und Zahlers“ finden. Das bedeutet, dass, wenn der Kreditnehmer mit den Raten in Rückstand gerät, die Bank an den Bürgen herantritt und diesen zur Begleichung der offenen Forderungen auffordert. Dazu muss die Bank aber im Vorfeld auch die wirtschaftlichen Verhältnisse des Bürgen genau überprüft haben, nur die Unterschrift am Kreditvertrag ist zu wenig. Anders verhält es sich bei der Ausfallsbürgschaft: Hier kann sich die Bank erst dann an den Bürgen wenden, wenn sie gegenüber dem ursprünglichen Kreditnehmer alle möglichen Schritte bis zur Exekution und Versteigerung getroffen hat und danach immer noch Schulden offen sind.

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