Kredit nach Scheidung

Wenn eine Scheidung bei einem Paar passiert, so ist dies selbstverständlich traurig und bedauernswert. Oft kommt dann noch zum persönlichen Schmerz auch noch ein finanzielles Problem auf die Beteiligten zu, das dann noch angespannter wird, wenn man zusammen Kreditversträge oder Ähnliches abgeschlossen hat. In diesem Fall sollte eins klar sein, nämlich, dass jede österreichische Bank keinerlei Verständnis für diesen Fall haben wird.

Was passiert nach einer Scheidung mit einem Kredit?

Beide Unterschriften sind auf dem Papier, somit ist der Vetrag im Österreich rechtsgültig und auch im Falle einer Scheidung nicht hinfällig. Lediglich ein bei den Scheidungsvereinbarungen gefällter Spruch eines Richters kann diese Haftung zum Teil eventuell aufheben. Wenn der Kreditvertrag auf beide Namen läuft, so muss jeder der beiden Beteiligten im Fall des Falles für die komplette Summe aufkommen – hier entsteht eine gesamtschuldnerische Haftung nach österreichischem Recht.

Die Situation sieht nur etwas anders aus, wenn ein Partner den Kredit beantragt und unterschieden hat. Wenn der zweite Beteiligte nur „mit unterschrieben“ hat, kann der Fall in Österreich bei der Bank anders aussehen. Dennoch sollte man niemals die Unterschrift, die man „pro forma“ abgegeben hat, irgendwie unterschätzen, denn im Normalfall hat man sich als ein Bürge für den eigentlichen Vertragssteller, der hier der erhemalige Partner ist, zur Verfügung gestellt. Somit können alle Schulden natürlich am Bürgen haften bleiben. Die österreichischen Banken müssen allerdings ihre Kunden über die Vertragsverhältnisse im Fall einer Scheidung aufklären, bevor dieser abgeschlossen wird.

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